Welcher Balkon-Sichtschutz hält, was er verspricht?

Z Mazovia

Eine Trockenbauwand mit Ständerwerk und Beplankung ist keine Hexerei, erfordert aber Sorgfalt. Bevor Sie den ersten Profilabschnitt kürzen, entscheiden Sie, ob die Wand später Fliesen, schwere Regale oder nur Farbe tragen soll. Je nach Belastung wählen Sie die Profilstärke und den Abstand der Ständer. Für normale Wohnräume genügt meist ein Raster von 62,5 Zentimetern, bei höheren Lasten reduzieren Sie den Abstand auf 41,5 Zentimeter. Messen Sie die Raumhöhe an mehreren Stellen, denn alte Decken sind oft schief. Notieren Sie die Höhe an jedem Ständer separat, sonst drückt das Profil später ungleichmäßig.

Wenn alles trocken ist, beginnen die Feinarbeiten: Spachteln, Schleifen, Streichen. Verwenden Sie für Altbauten diffusionsoffene Farben, damit die Wände atmen können und keine Feuchtigkeit eingeschlossen wird. Achten Sie auf die richtige Grundierung, besonders bei kreidenden oder stark saugenden Untergründen. Anschließend verlegen Sie den Bodenbelag – ob Parkett, Laminat oder Vinyl, entscheiden Sie nach Nutzung und Budget. Zuletzt folgen die Sockelleisten, Fensterbänke und der Anstrich der Türen. Diese Reihenfolge klingt banal, wird aber oft missachtet, weil man sich über die Zeit freut und schneller weitermachen möchte.

Beim Verschrauben der Platten ist die Wahl der Schraubenlänge entscheidend. Sie muss so bemessen sein, dass sie mindestens zwei Zentimeter im Profil sitzt, aber die Rückseite der Platte nicht durchsticht. Ein weiterer typischer Fehler ist das Eindrehen der Schrauben zu tief. Der Kopf soll die Pappe nur leicht eindrücken, nicht zerreißen. Üben Sie an einem Reststück, bis Sie das richtige Drehmoment im Gefühl haben. Für die zweite Lage Platten verwenden Sie längere Schrauben und versetzen die Stöße um mindestens 40 Zentimeter gegenüber der ersten Lage. So erzeugen Sie eine versetzte Fuge, die Risse an den Stoßkanten deutlich reduziert.

Die kritische Phase: Rohbauarbeiten und Installationen Sobald die Bestandsaufnahme abgeschlossen ist, beginnen Sie mit den sogenannten schmutzigen Arbeiten. Dazu gehören das Entfernen alter Fliesen, das Abschlagen von losem Putz und das Freilegen von Leitungen. Tragen Sie dabei immer Atemschutz und Schutzbrille, denn Altbaustaub enthält oft gesundheitsschädliche Partikel. Nach dem Rückbau folgt die Erneuerung der Versorgungsleitungen: Elektrik, Wasser und Heizung. Lassen Sie diese Arbeiten von Fachleuten ausführen, auch wenn Sie handwerklich begabt sind. Ein Fehler in der Elektroinstallation kann später zu Bränden führen, ein falscher Wasseranschluss zu Wasserschäden in der darunterliegenden Wohnung.

Vor dem Spachteln müssen alle Plattenstöße frei von Staub und losen Pappfasern sein. Ein scharfes Messer und ein Schleifgitter helfen, die Kanten zu glätten. Die Fugen füllen Sie in zwei Arbeitsgängen: zuerst die Vertiefung mit Spachtelmasse, dann das Bewehrungsband einlegen und glattstreichen. Nach dem Antrocknen tragen Sie eine zweite, dünne Schicht auf und ziehen sie breit aus. An den Ecken verwenden Sie ein Winkelprofil oder ein Kantenschutzband, das Sie ebenfalls einspachteln. Wenn Sie die Flächen anschließend kurz überschleifen, erhalten Sie eine glatte Oberfläche für den endgültigen Anstrich.

Wer die Wand für schwere Hängeschränke vorsieht, muss bereits beim Setzen der Ständerprofile an die Verstärkung denken. Legen Sie an den geplanten Befestigungspunkten zusätzliche Holz- oder Metallprofile in die Ständer, bevor Sie die Gipsplatten montieren. Nachträglich eine Dübel in der Hohlwand zu setzen, ohne dass dahinter ein Profil sitzt, führt zu unsicheren Befestigungen. Auch die Elektrik verlegen Sie vor dem Beplanken: Kabel in Leerrohren, die Sie in die Ständer einklemmen und an den Durchführungen mit Kantenschutz versehen. Prüfen Sie alle Anschlüsse, bevor die letzte Platte die Wand verschließt.

Wenn nach dem Entlüften weiterhin Geräusche zu hören sind oder die Heizung nicht richtig warm wird, liegt möglicherweise ein anderer Schaden vor — etwa ein defektes Ventil oder eine Verkalkung. Versuchen Sie nicht, das selbst zu reparieren, sondern informieren Sie den Vermieter. Eine nicht entlüftete Heizung verbraucht übrigens bis zu 15 Prozent mehr Energie — das spüren Sie in der Nebenkostenabrechnung. Regelmäßiges Entlüften (einmal im Jahr vor der Heizperiode) hält die Anlage effizient und erspart Ihnen Ärger. Und wenn Sie das Thermostat vor dem Entlüften wirklich zudrehen und den Druck im Blick behalten, haben Sie den häufigsten Fehler bereits vermieden.

Welche Reihenfolge beim Aufbau vermeidet teure Korrekturen? Zuerst klemmen Sie die Boden- und Deckenprofile fest, aber ohne sie endgültig zu verschrauben. Richten Sie die Wand mit einer Wasserwaage aus, bevor Sie die Dübel setzen. Die Ständerprofile schneiden Sie etwa einen Zentimeter kürzer als die lichte Höhe und drehen sie so ein, dass die offene Seite zum späteren Beplankungsrand zeigt. Ein häufiger Fehler ist, die Ständer frei nach Gefühl zu verteilen. Arbeiten Sie strikt nach dem geplanten Raster, sonst treffen die Schrauben der Gipsplatten nicht auf Profil, sondern nur auf Luft.