Was tun, wenn die Küchenabluft in der Mietwohnung schwächelt?

Z Mazovia

Bei geschlossener Küche ohne Fenster ist das Stoßlüften über die Wohnungstür eine einfache Methode: Öffnen Sie die Tür zur Küche weit und das nächste Fenster in einem anderen Raum, während Sie kochen. So entsteht ein Luftstrom, der die feuchte Luft aus der Küche zieht, bevor sie sich an den Wänden niederschlägt. Achten Sie aber darauf, die Tür nicht offen zu lassen, wenn der Herd noch heiß ist – das würde Feuchtigkeit in die ganze Wohnung verteilen. Ein weiterer Trick ist, den Backofen beim Kochen nicht zu benutzen, sondern auf den Herd umzusteigen, weil der Backofen die Raumluft zusätzlich erwärmt und trocknet.

Vor dem Anbringen der neuen Dichtung sollten Sie die alte vollständig entfernen. Reste von verklebtem Gummi lassen sich mit einem Spachtel oder einem feuchten Lappen lösen, gegebenenfalls mit etwas Seifenlauge. Die Klebefläche muss am Ende trocken und staubfrei sein. Arbeiten Sie bei Raumtemperatur, da sich die meisten Dichtungsbänder bei Kälte schlecht verkleben. Setzen Sie die Dichtung in einem Zug vom oberen Fensterrahmen beginnend über die Ecken bis zum unteren Ende ein. Drücken Sie das Band dabei gleichmäßig an, ohne es zu dehnen. Nach dem Einsetzen das Fenster einige Male öffnen und schließen, um zu prüfen, ob der Flügel sauber in der Dichtung liegt. Falls es spürbar schwerer schließt, war die Dichtung zu stark – dann besser eine kleinere Dimension wählen.

Zum Schluss der wichtigste Tipp: Fotografieren Sie den Zustand vor und nach dem Auflegen. Sollte später eine Diskussion mit dem Vermieter entstehen, können Sie nachweisen, dass keine Spuren hinterlassen wurden. Wenn Sie ausziehen, nehmen Sie die Platte einfach wieder ab – eventuelle Klebereste von den Gummipuffern lassen sich mit handelsüblichem Reinigungsalkohol entfernen. So haben Sie Ihre Fensterbank nicht nur praktisch verbreitert, sondern auch die rechtliche Grauzone elegant umgangen – ganz ohne Bohren, ohne Kleben und ohne das Risiko, die Kaution zu gefährden.

Die richtige Vorbereitung: Messen und Materialwahl Bevor Sie loslegen, messen Sie die vorhandene Fensterbank exakt in Breite und Tiefe aus. Die Holzplatte sollte die Fensterbank vollständig abdecken und an den Seiten idealerweise zwei bis drei Zentimeter überstehen, um eine echte Verbreiterung zu erzielen. Achten Sie darauf, dass die Platte nicht dicker als die Fensterbank ist, sonst wirkt sie aufgesetzt und stört beim Öffnen des Fensters. Wählen Sie ein Material, das feuchtigkeitsunempfindlich ist – eine lackierte oder geölte Holzplatte aus dem Baumarkt, die Sie auf Maß zuschneiden lassen, eignet sich hervorragend. Vermeiden Sie unbehandeltes Holz, das bei Kondenswasser schnell Flecken bekommt.

Die richtige Dichtung für den jeweiligen Spalt Haben Sie die undichten Stellen gefunden, geht es an die Auswahl des Dichtungsmaterials. Für schmale Spalte bis etwa drei Millimeter eignen sich selbstklebende Schaumstoffbänder. Sie lassen sich auf die gewünschte Länge zuschneiden und einfach auf den Rahmen aufkleben. Wichtig ist, dass die Klebefläche vorher mit einem trockenen Tuch gereinigt und von Fett befreit wird. Bei etwas breiteren Fugen zwischen drei und sechs Millimetern sind Dichtungsprofile aus Gummi oder Silikon die bessere Wahl. Sie werden in Nuten eingedrückt oder ebenfalls geklebt. Messen Sie vor dem Kauf die Spaltbreite an mehreren Stellen, da Rahmen und Flügel oft nicht exakt gerade sind. Ein häufiger Fehler ist, eine zu dicke Dichtung zu wählen: Sie erschwert das Schließen des Fensters und kann den Rahmen auf Dauer verziehen. Im Zweifel lieber eine schmalere Variante wählen und die Fuge mit zwei nebeneinanderliegenden Bändern abdichten.

Wenn die Haube einen Abluftschlauch nach draußen hat, prüfen Sie alle Verbindungen auf Dichtheit. Ein typisches Problem ist ein lockerer Schlauch an der Wanddurchführung oder ein gerissener Faltenbalg, durch den warme Küchenluft in die Zwischendecke entweicht. Hier hilft es, den Schlauch mit Schellen zu befestigen und eventuelle Risse mit einem geeigneten Klebeband abzudichten. Achten Sie darauf, dass der Schlauch nicht gequetscht ist – eine flache Stelle reduziert den Durchmesser und damit den Luftstrom erheblich.

Was hilft, wenn der Abluftweg nach außen fehlt? In Altbauten oder bei Denkmalschutzauflagen ist eine echte Abluft oft nicht möglich. Dann bleibt nur der Umluftbetrieb, aber auch den kann man verbessern. Nutzen Sie zusätzlich zur Dunstabzugshaube einen mobilen Luftreiniger mit Aktivkohlefilter, der direkt neben dem Herd aufgestellt wird. Das ist zwar kein Ersatz, aber es reduziert den Fettfilm auf Möbeln und die Geruchsbelastung deutlich. Achten Sie darauf, dass das Gerät nicht die gleiche Filterpatrone wie die Haube verwendet – so filtern Sie die Luft doppelt, aber mit unterschiedlichen Aktivkohlen.

Der zweite große Punkt ist der hydraulische Abgleich der Heizkörper. In Reihenhäusern aus den 1970er- oder 1980er-Jahren sind oft zu kleine Heizkörper verbaut, die für hohe Vorlauftemperaturen ausgelegt sind. Eine Wärmepumpe arbeitet aber am effizientesten bei niedrigen Temperaturen. Lassen Sie deshalb eine Heizlastberechnung durchführen, bevor Sie irgendetwas kaufen. Der Fachmann ermittelt, welche Räume welche Leistung benötigen. Oft genügt es, einzelne Heizkörper gegen größere Modelle zu tauschen – vor allem im Wohnzimmer und im Bad. Wer diesen Check überspringt, zahlt später doppelt: Die Wärmepumpe taktet ständig, verbraucht mehr Strom und wird selten warm.