Trittschalldämmung im Altbau: Messen oder schätzen?
Der häufigste Fehler ist das Streichen in getrennten Bahnen mit Pausen dazwischen. Wer eine Bahn zieht, dann Farbe nachfüllt und erst danach weiterrollt, erzeugt eine sichtbare Kante: Die erste Bahn hat bereits angezogen, die zweite ist noch feucht. Richtig ist, immer eine zusammenhängende Fläche nass in nass zu halten. Dazu wird die Farbe in Zickzack- oder W-Bewegungen aufgetragen und anschließend mit parallelen, überlappenden Zügen verteilt – ohne zwischendurch die Rolle trocken laufen zu lassen.
Zuerst wird überschüssige Farbe entfernt. Beim Pinsel streicht man die Borsten mehrmals kräftig über ein Stück Pappe oder Zeitungspapier, bis kaum noch Farbe austritt. Bei der Rolle zieht man sie mit dem Daumen oder einem Abstreifer über den Farbrand des Eimers. Dieser Schritt ist wichtig, weil sich sonst beim Auswaschen große Farbmengen im Abfluss oder im Waschbecken absetzen. Verdünnung, Terpentin oder Waschbenzin gehören nicht in den Ausguss, sondern in einen verschließbaren Behälter, den man später bei einer Sammelstelle abgibt.
Farbreste in den Borsten oder im Flor sind der häufigste Grund, warum Pinsel und Rollen nach wenigen Einsätzen hart werden und unbrauchbar sind. Wer direkt nach dem Streichen reinigt, spart nicht nur Geld, sondern auch die Zeit, die sonst für das mühsame Aufweichen und Auskämmen nötig wäre. Die Reinigung dauert je nach Werkzeug fünf bis fünfzehn Minuten und ist deutlich einfacher, solange die Farbe noch feucht ist.
Im Altbau zählt nicht die theoretische Dämmwirkung eines Produkts, sondern die Ausführung im Detail. Wer Trittschall prüfen will, muss den Aufbau kennen, die Schwachstellen finden und vor und nach der Maßnahme messen. Alles andere bleibt Vermutung.
Wasserlösliche Farbe: warmes Wasser und Spülmittel reichen meist aus Bei Dispersions-, Latex- und Acrylfarben auf Wasserbasis reicht lauwarmes Wasser mit einem Spritzer Spülmittel. Den Pinsel unter fließendem Wasser ausspülen und die Borsten dabei immer wieder auseinanderdrücken, damit die Farbe auch aus dem inneren Kern herauskommt. Die Rolle abziehen, den Bezug unter Wasser gründlich durchkneten und zwischendurch ausdrücken, bis das Wasser klar bleibt. Ein häufiger Fehler ist zu kaltes Wasser: Es löst die Farbe schlechter, sodass Reste in den Borsten zurückbleiben und sie beim nächsten Einsatz verkleben.
Die entscheidende Größe ist nicht die Uhr, sondern der Zustand des Untergrunds. Herstellerangaben auf dem Gebinde nennen meist eine Spanne, etwa „überstreichbar nach 4 bis 6 Stunden". Diese Spanne gilt für ideale Bedingungen: rund 20 Grad Celsius und etwa 50 Prozent Luftfeuchtigkeit. Bei kühlerem Wetter oder hoher Luftfeuchtigkeit verlängert sich die Trocknung deutlich, bei warmer, trockener Luft verkürzt sie sich.
Ein zweiter Anstrich folgt erst, wenn die erste Schicht vollständig getrocknet ist. Wer zu früh nachrollt, reißt die angetrocknete Oberfläche auf und erzeugt Schlieren, die sich nicht mehr ausgleichen lassen. Bei stark saugenden Untergründen hilft eine Grundierung, damit die Farbe gleichmäßig haftet und nicht unterschiedlich schnell in den Putz einzieht. Am Ende zählt nicht die Menge der Farbe, sondern die Konsequenz in der Bewegung: Kante ziehen, nass überlappen, Bahn für Bahn durchziehen.
Ein letzter Punkt betrifft die Lagerung. Vollständig trockene Werkzeuge hält man in einer geschlossenen Kiste oder einem Beutel, damit Staub und Insekten nicht in die Borsten gelangen. Vor dem nächsten Einsatz einmal mit den Fingern durchstreichen und bei Rollen den Flor aufrichten. So behalten Pinsel und Rollen ihre Form, verlieren keine Borsten und liefern weiterhin ein sauberes Streichbild – über viele Anstriche hinweg.
Zuerst wird das Loch von losen Partikeln befreit. Ein Staubsauger mit Bürstenaufsatz oder ein Pinsel entfernt Krümel und Staub. Bei größeren Löchern, etwa von schweren Regalen, sitzt oft ein Kunststoffdübel tief in der Wand. Diesen sollte man entfernen, sonst kann der Spachtel nicht greifen. Sitzt der Dübel fest, lässt er sich mit einer Zange herausziehen. Ist das Loch danach tief und hohl, empfiehlt sich ein Füllmaterial, das nicht schrumpft. Normale Spachtelmasse sackt in tiefen Löchern nach und bildet eine Mulde. Besser ist ein Reparaturmörtel oder ein Gemisch aus Spachtel und feinem Sand, das Volumen schafft.
Ein zweiter typischer Fehler ist die Verlängerung der Wartezeit aus Vorsicht. Wer erst nach zwei Tagen streicht, riskiert, dass die erste Schicht zu hart und zu glatt geworden ist. Die neue Farbe kann dann mechanisch weniger greifen, weil die Oberfläche nicht mehr genügend offene Poren aufweist. Bei stark saugenden Untergründen wie frischem Putz oder Gipskarton ist zudem die Gefahr groß, dass die erste Schicht zu stark durchgetrocknet ist und beim zweiten Auftrag ungleichmäßig angenommen wird.
Im Altbau ist Trittschall selten berechenbar. Decken aus Holzbalken, Einschüben und Lehmwickeln verhalten sich anders als Stahlbeton. Deshalb reicht der Blick in alte Baupläne nicht aus. Wer den Bodenaufbau prüfen will, muss den Ist-Zustand messen, nicht den Soll-Zustand aus der Baubeschreibung übernehmen. Erst dann zeigt sich, ob eine Dämmung nötig ist und wo sie wirkt.