Staubsauger Oder Kehrbesen: Was Nach Dem Schleifen Wirklich Hilft

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Typische Fehler sind das Einkleistern der Bahn statt der Wand, ein zu trockener Untergrund und das Verschieben der Bahn nach dem Andrücken. Wer die Bahn nach dem Auflegen noch korrigieren will, hebt sie vorsichtig an und legt sie neu auf. Nach dem Trocknen lassen sich kleine Blasen mit einer Nadel anstechen und glatt streichen. Nähte werden mit einer Nahtrolle nachgerollt, solange der Kleister noch feucht ist.

Wer die Ecke zuletzt streicht, hat fast immer Streifen. Die Reihenfolge lautet: erst Ecke, dann Fläche, und zwar ohne Unterbrechung. Bei stark saugenden Untergründen kann eine Grundierung helfen, damit die Farbe nicht ungleich eindringt. Trocknet die Wand zu schnell, etwa durch Zugluft oder Heizung, verlängert das die Trocknungszeit der Ecke nicht, sondern verkürzt sie und macht den Übergang härter. In diesem Fall während des Streichens für gleichmäßige Bedingungen sorgen.

Der erste Schritt ist eine Bestandsaufnahme des Deckenaufbaus. Altbauten haben häufig Holzbalkendecken mit Einschub, seltener Massivdecken mit historischem Estrich. Beide reagieren völlig unterschiedlich auf Trittschall. Bei Holzbalkendecken zählt die Masse der Schüttung zwischen den Balken, die Auflagerung der Balken in den Wänden und die Frage, ob eine durchgehende Decke ohne Trennfuge existiert. Bei Massivdecken ist entscheidend, ob ein schwimmender Estrich vorhanden ist und ob dieser noch intakt ist. Erst wenn diese Punkte geklärt sind, lässt sich beurteilen, welche Dämmung überhaupt wirken kann.

Erst absaugen, dann wischen – nicht umgekehrt Nach dem Saugen folgt das feuchte Wischen. Ein trockenes Tuch oder ein trockener Wischmopp nimmt Feinstaub nur auf, wenn er elektrostatisch wirkt. Ein feuchtes Mikrofasertuch bindet die Partikel dagegen zuverlässig. Das Wasser darf nicht tropfnass sein, sonst dringt Feuchtigkeit in Fugen und offene Holzfasern ein. Nach dem Wischen wird die Fläche trocken nachgewischt, denn zurückbleibende Feuchtigkeit bindet neuen Staub aus der Luft. Wer zuerst wischt und dann saugt, verteilt den Staub nur.

Zuerst den Untergrund reinigen: Staub, Fett und lose Farbreste lassen das Band nicht haften. Anschließend das Kreppband mit leichtem Druck anreiben, damit keine Farbe unter die Kante kriecht. Bei empfindlichen Flächen wie Tapeten oder frisch gestrichenen Wänden ein Band mit geringer Klebkraft wählen, damit beim Abziehen keine Farbschicht mitkommt. Ein Band mit scharfer Kante verhindert ein Ausfransen der Linie.

Streifen in Ecken entstehen fast immer durch dieselbe Ursache: Die Farbe wird dort anders verteilt als auf der großen Fläche. Wer mit der Rolle bis in den Winkel fährt, drückt Farbe heraus, die nicht mehr gleichmäßig verlaufen kann. Der Rand trocknet schneller, die Mitte langsamer, und später zeichnet sich eine Kante ab. Die Lösung liegt nicht in mehr Farbe, sondern in der Reihenfolge und im Werkzeug.

Feinstaub nach dem Schleifen ist kein sichtbarer Schmutz, sondern ein Problem, das sich in Ritzen, auf Oberflächen und in der Luft verteilt. Wer nach dem Schleifen nur einmal fegt, verteilt die feinsten Partikel neu im Raum. Sie setzen sich auf frisch geschliffenen Flächen wieder ab und sorgen dafür, dass Lack oder Grundierung später nicht halten. Entscheidend ist deshalb nicht die Menge der Bewegungen, sondern die Reihenfolge und die Technik.

Nass in nass arbeiten statt Absätze trocknen lassen Der entscheidende Fehler ist, die gepinselte Ecke trocknen zu lassen, bevor gerollt wird. Ist die Pinselfarbe bereits angetrocknet, legt sich die Rolle darüber, ohne sich zu verbinden. Es bleibt ein sichtbarer Streifen, der auch nach dem Trocknen nicht verschwindet. Deshalb gilt: Ecke pinseln und sofort die angrenzende Fläche rollen, solange alles noch feucht ist. Bei größeren Wänden in Abschnitten arbeiten, die in einem Zug fertig werden.

Ein häufiger Fehler ist das Reinigen bei offenem Fenster. Zugluft wirbelt Feinstaub auf und verteilt ihn im gesamten Raum. Besser ist es, während der Reinigung die Fenster geschlossen zu halten und erst danach kurz zu lüften. Auch das Tragen von Straßenkleidung ist ungünstig, weil Fasern und Staub aus der Kleidung auf die gereinigten Flächen fallen. Wer nach dem Schleifen arbeitet, sollte Schutzkleidung tragen und diese erst nach dem Verlassen des Arbeitsbereichs ablegen.

Ein häufiger Fehler ist, die Grundierung zu verdünnen, weil sie „zu dick" erscheint. Verdünnte Grundierung verliert ihre Bindekraft. Ein weiterer Fehler: zu früh streichen. Die Grundierung muss vollständig durchtrocknen, sonst wird die Farbe wieder angelöst. Herstellerangaben zur Trockenzeit sind Mindestzeiten, keine Richtwerte. Bei kühler, feuchter Luft verlängert sich die Trocknung deutlich. Wer nach zwei Stunden streicht, riskiert Blasen und Haftungsverlust.

Zuerst werden die Ecken mit einem Pinsel gestrichen, nicht mit der Rolle. Der Pinsel darf nur so breit sein, dass er den Winkel sauber erreicht, etwa fünf bis sieben Zentimeter. Farbe sparsam aufnehmen, den Überschuss am Rand des Eimers abstreifen, dann mit gleichmäßigem Zug vom Eck in die Fläche hinein arbeiten. Wichtig ist, den Pinselstrich etwa zwanzig bis dreißig Zentimeter in die Wand hineinlaufen zu lassen, damit die spätere Rollenfarbe darauf trifft und die Kante verschwimmt.