Schmaler Hochschrank im Bad: Nachrüsten ohne Schimmelrisiko oder Feuchtigkeitsfalle?

Z Mazovia

Häufig entsteht Kellergeruch, weil die Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu hoch ist. Messen Sie die relative Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer – ideal sind Werte zwischen 40 und 60 Prozent. Liegt sie über 65 Prozent, müssen Sie aktiv werden. In vielen Fällen hilft bereits ein verbessertes Lüftungsverhalten: Lüften Sie drei- bis viermal täglich für fünf bis zehn Minuten mit weit geöffneten Fenstern, am besten quer. Vermeiden Sie es, die Fenster dauerhaft in Kippstellung zu lassen, denn das kühlt die Wände aus und erhöht die Kondensationsgefahr. Stellen Sie zudem Möbel nicht direkt an Außenwände, sondern lassen Sie mindestens zehn Zentimeter Abstand, damit die Luft zirkulieren kann. Wenn Sie einen Trockner oder ein offenes Aquarium im Raum haben, schließen Sie die Tür oder nutzen Sie einen Luftentfeuchter. Achten Sie darauf, dass Sie den Behälter des Entfeuchters regelmäßig leeren, sonst schaltet sich das Gerät ab und die Wirkung verpufft.

Bei hartnäckigen Feuchteproblemen sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Ein Fachmann kann mit einem Messgerät die Feuchtigkeit im Mauerwerk exakt bestimmen und die Ursache lokalisieren. Oft ist eine nachträgliche Horizontalsperre nötig, wenn das Mauerwerk keine ausreichende Abdichtung hat – das ist allerdings eine größere Baumaßnahme. In vielen Fällen reicht es, die betroffene Wand im Winter nicht durch Möbel zu verstellen und regelmäßig zu lüften. Wenn Sie alles richtig machen, sollte der Kellergeruch innerhalb von zwei bis drei Wochen deutlich nachlassen. Kontrollieren Sie den Fortschritt, indem Sie den Geruchstest machen: Gehen Sie morgens in den Raum, bevor Sie gelüftet haben, und riechen Sie an der betroffenen Stelle. Wenn der Geruch weiterhin stark ist, müssen Sie die Ursachessuche intensivieren. Notieren Sie sich, wann der Geruch am stärksten auftritt – nach Regen, bei hoher Luftfeuchtigkeit oder immer gleich.

In vielen Mietwohnungen ist die Küche die einzige Stelle, an der regelmäßig gekocht wird – und genau dort staut sich oft Feuchtigkeit, Fett und Geruch. Wenn die Abluft nicht richtig funktioniert, bleiben Dünste in der Wohnung, Wände werden feucht, und die Luft riecht nach dem Kochen noch lange. Bevor Sie teure Umbauten planen, sollten Sie die vorhandenen Lüftungswege systematisch prüfen und einfache Verbesserungen umsetzen.

Wenn Sie sich für eine Bohrmethode entscheiden, weil keine andere Lösung stabil genug ist, wählen Sie die richtige Dübelgröße und den passenden Bohrer. In Trockenbauwänden sind spezielle Hohlraumdübel erforderlich, die sich hinter der Platte aufspreizen. Bei Beton oder Mauerwerk genügen Standarddübel, aber auch hier gilt: Bohren Sie präzise und verwenden Sie eine Wasserwaage, um die Löcher exakt zu platzieren. Nach dem Entfernen des Systems bleiben die Löcher sichtbar – eine spätere Renovierung ist dann unausweichlich. Es gibt jedoch Abdeckkappen aus Kunststoff, die sich farblich an die Wand anpassen lassen und so die Optik deutlich verbessern, ohne dass Sie neu streichen müssen.

Praktische Tipps, um die Feuchtigkeit dauerhaft zu senken Eine der wirksamsten Maßnahmen gegen Kellergeruch ist die Beseitigung von Schimmelherden. Wenn Sie schwarze oder grüne Flecken an Wänden oder in Fugen sehen, entfernen Sie diese gründlich mit einem handelsüblichen Schimmelentferner oder einer Lösung aus Wasser und etwas Spiritus. Tragen Sie dabei unbedingt Handschuhe und eine Atemmaske, denn die Sporen sind gesundheitsschädlich. Nach der Reinigung sollte die Stelle gut austrocknen – nutzen Sie dafür einen Föhn oder einen Heizlüfter, aber nur bei geschlossenem Fenster, damit die Feuchtigkeit nicht von außen nachströmt. Wichtig ist, dass Sie nicht nur oberflächlich putzen, sondern auch die Ursache bekämpfen. Häufig hilft es, die betroffene Wand mit einem Sperranstrich zu behandeln, der das Aufsteigen von Feuchtigkeit verhindert. Achten Sie darauf, dass der Anstrich vollständig trocken ist, bevor Sie neu streichen oder tapezieren – sonst blättert die Farbe später ab und der Geruch kommt zurück.

Viele Mieter vergessen, dass die Abluftleistung auch von der Sauberkeit der Lüftungsgitter abhängt. Die Gitter an der Dunstabzugshaube und an den Wanddurchlässen sammeln Fett und Staub, wodurch der Motor mehr arbeiten muss, aber weniger Luft bewegt. Reinigen Sie diese Gitter einmal im Monat mit einem fettlösenden Spülmittel und einer weichen Bürste. Bei sehr hartnäckigen Ablagerungen hilft eine Paste aus Natron und Wasser, die Sie einwirken lassen und dann abspülen. Nach der Reinigung messen Sie die Luftbewegung mit einem Blatt Papier: Wenn es beim Einschalten der Haube deutlich angezogen wird, ist die Leistung wiederhergestellt.

Ein häufiger Fehler ist es, den Kellergeruch mit intensiven Duftölen oder Raumsprays überdecken zu wollen. Diese mischen sich nur mit dem Muffgeruch und erzeugen eine noch unangenehmere Kombination. Auch das Trocknen von Wäsche in der Wohnung bei geschlossenen Fenstern verschlimmert das Problem, weil die Feuchtigkeit in der Luft bleibt. Vermeiden Sie es, nasse Kleidung auf Heizkörpern zu trocknen – das erhöht die Luftfeuchtigkeit und kann zu Schimmel führen. Stattdessen sollten Sie einen Trockenraum oder den Balkon nutzen, wenn möglich. Wenn Sie bereits einen Luftentfeuchter besitzen, stellen Sie ihn nicht direkt an eine Wand, sondern mindestens 20 Zentimeter entfernt, damit die Luft zirkulieren kann. Reinigen Sie das Gerät regelmäßig, denn ein verschmutzter Filter leistet nur noch wenig. Wenn Sie den Entfeuchter nur gelegentlich nutzen, schalten Sie ihn nicht gleichzeitig mit einem offenen Fenster ein – das ist kontraproduktiv und verschwendet nur Energie.