Schimmel An Der Wand: Was Passiert, Wenn Sie Ihn Falsch Entfernen
Bevor Sie aufwendig den Boden öffnen, testen Sie einfache Maßnahmen. Ein Teppich in stark frequentierten Bereichen reduziert das Dröhnen spürbar, weil er die Schwingungen der Platten dämpft. Möbel mit Filzgleitern verhindern punktuelle Belastungen, die das Knistern auslösen. Wenn die Geräusche nur in der Nähe von Heizkörpern auftreten, prüfen Sie, ob die Dehnungsfuge dort mit einer elastischen Masse verfüllt wurde. Verhärtete Silikonfugen schränken die Bewegungsfreiheit ein – entfernen Sie sie und ersetzen Sie sie durch ein weiches Dichtband. Diese kostengünstigen Lösungen lösen viele Probleme, ohne dass Sie den Boden neu verlegen müssen. Nur wenn die Geräusche nach allen Korrekturen bestehen bleiben, sollten Sie den Aufbau in einem betroffenen Bereich öffnen und die Dampfsperre sowie Dämmung fachgerecht erneuern.
Ein häufiger Irrtum ist es, das Lüften als Ersatz für das Heizen zu betrachten. In schlecht gedämmten Altbauten kühlen die Wände ohne Heizung stark aus, und selbst bei regelmäßigem Lüften kondensiert die Feuchtigkeit an den kältesten Stellen. Heizen Sie daher auch in wenig genutzten Räumen mit mindestens 16 Grad, oder nutzen Sie einen Heizlüfter während des Lüftens, um den Temperaturschock zu verringern. Achten Sie zudem auf Wasserquellen wie Trockner ohne Abluftschlauch, Aquarien oder viele Zimmerpflanzen – diese erzeugen täglich mehrere Liter Feuchtigkeit, die kein Lüftungsregime kompensieren kann.
Die Lüftungsdauer sollte sich nach der Außentemperatur richten: Bei frostigen Temperaturen reichen fünf Minuten, bei milden Herbsttagen sind 15 bis 20 Minuten nötig, im Sommer bei Regen hilft nur ein Luftentfeuchter oder gezieltes Heizen. Eine einfache Faustregel lautet: Lüften Sie so lange, bis die Innenluft unangenehm kühl wird und Sie beim Verlassen des Raumes eine deutliche Temperaturdifferenz spüren. Kontrollieren Sie danach mit einem Hygrometer, ob die relative Feuchte unter 55 Prozent gesunken ist. Wenn nicht, wiederholen Sie den Vorgang nach einer Stunde – aber nicht einfach länger am Stück.
Ein häufiger Fehler ist das Heizen mit gekipptem Fenster. Dabei kühlt die Wand aus und die Feuchtigkeit kondensiert genau dort, wo Sie sie nicht wollen. Drehen Sie stattdessen die Heizung herunter und lüften Sie stoßweise. Auch Wäschetrocknen in der Wohnung treibt die Luftfeuchtigkeit in die Höhe – nutzen Sie dafür den Balkon oder den Trockner mit Abluftschlauch. Nach dem Duschen sollten Sie die Tür schließen und das Fenster öffnen, damit der Dampf nicht in die Wohnung zieht.
Die zweite Möglichkeit ist ein separates Dusch-WC-Modul, das nicht den kompletten Sitz ersetzt, sondern als eigenständige Einheit neben der Toilette montiert wird. Dieses Modul besteht aus einer kleinen Armatur mit herausziehbarer Brause oder einer fest installierten Düse, die Sie an der Wand oder am Boden befestigen. Der Vorteil liegt in der Unabhängigkeit von der Keramikform und -größe: Auch ungewöhnliche Toiletten oder wandhängende Modelle lassen sich so nachrüsten. Allerdings benötigen Sie zusätzlichen Platz seitlich oder vor dem WC. Die Montage erfordert meist das Bohren von Löchern in Fliesen oder Wand, was ohne einen guten Bohrer und entsprechende Dübel schnell zu Rissen führt. Nutzen Sie für Fliesen unbedingt einen speziellen Fliesenbohrer und kleben Sie an der Bohrstelle ein Stück Malerkrepp ab, um ein Abrutschen zu verhindern. Achten Sie außerdem auf den Anschluss der Wasserleitung: Ein flexibles Verbindungsstück zum Spülkasten ist einfacher zu installieren als ein fester Anschluss an die Wand, der das Absperren des hauseigenen Wassers erfordert.
Ein Dusch-WC muss nicht zwangsläufig mit einem Neukauf der gesamten Toilette verbunden sein. Gerade in Mietwohnungen oder bei einer vorhandenen, hochwertigen Keramik bietet sich eine Nachrüstung an. Je nach Ausgangslage – ob ein Stromanschluss in der Nähe liegt, wie viel Platz seitlich zur Verfügung steht und ob Sie eine komplette Sitzlösung oder eine kompakte Zusatzfunktion bevorzugen – gibt es drei grundsätzliche Wege. Alle haben ihre Berechtigung, unterscheiden sich aber deutlich im Aufwand, im Komfort und in den Anforderungen an die eigene handwerkliche Fähigkeit.
Treten Knistern und Dröhnen erst nach einigen Monaten auf, ist häufig der Untergrund schuld. Ein zu feuchter Estrich gibt Wasser an die Dampfsperre ab, die dann wellig wird. Die Folie hebt sich von der Bodenplatte ab, es entstehen Luftpolster. Diese wirken wie Trommelfelle und verstärken jeden Tritt. Messen Sie die Estrichfeuchte mit einem CM-Gerät. Der Grenzwert für zementgebundene Estriche liegt bei 2,0 CM-%. Anhydrit-Estriche dürfen nicht mehr als 0,5 CM-% aufweisen. Ist der Wert höher, muss der Raum trocknen. Beschleunigen Sie das Trocknen mit einem Bautrockner, nicht mit erhöhter Raumtemperatur – das führt zu Rissen an der Oberfläche.
Wann Absorber mehr schaden als nutzen Ein häufiger Fehler ist die Überdämpfung des gesamten Raumes. Wer jede Wandfläche mit dicken Schaumstoffplatten verkleidet, erzeugt eine unangenehm leblose Atmosphäre. Musik verliert ihre Räumlichkeit, Gespräche wirken matt. Absorber sind punktuell einzusetzen, nicht flächendeckend. Zudem sollten Sie darauf achten, dass die Platten eine ausreichende Dicke haben. Nur so können sie auch tiefe Frequenzen schlucken. Dünne Paneele wirken hauptsächlich bei hohen Tönen und lassen den Klang seltsam steril werden.