Multifunktionsmöbel, die kleine Wohnungen überladen – und wie man es vermeidet

Z Mazovia

Die Anzahl der Anstriche lässt sich nicht pauschal festlegen, da sie von der Deckkraft der Farbe, der Wandfarbe und der Saugfähigkeit abhängt. Als Faustregel gilt: Zwei Anstriche sind normal, bei einem kräftigen Farbwechsel von Dunkel zu Hell können es auch drei werden. Wichtig ist, dass die erste Schicht dünn aufgetragen wird und vollständig trocknet, bevor die zweite folgt. Wer zu dick malt, riskiert Läufer und eine ungleichmäßige Oberfläche. Zwischen den Anstrichen sollten Sie mindestens vier bis sechs Stunden warten – idealerweise über Nacht.

Mit der richtigen Vorbereitung und einem kritischen Blick auf Mechanik und Maße können Multifunktionsmöbel jedoch eine echte Entlastung sein. Nehmen Sie sich Zeit beim Testen, und scheuen Sie sich nicht, auf ein Modell zu verzichten, das toll aussieht, aber praktisch nicht einwandfrei funktioniert. Denn ein Möbelstück, das Sie nicht nutzen, kostet immer Platz – egal wie kompakt es eingefahren ist.

Der häufigste Fehler beim Kauf ist der Blick auf die Maße im geschlossenen Zustand. Dabei entscheidet der geöffnete Zustand über den Nutzen. Ein Schrankbett zum Beispiel braucht nicht nur die Liegefläche, sondern auch einen freien Raum davor, um herunterzuklappen. Ein ausziehbarer Tisch verlangt je nach Mechanik eine Distanz zur Wand oder zur Couch. Messen Sie also nicht nur die Stellfläche, sondern simulieren Sie mit Klebeband die geöffnete Position. Nur so erkennen Sie, ob Sie die Möbel in Ihrem Alltag wirklich nutzen können – oder ob Sie sie dauerhaft geschlossen lassen.

Bevor Sie die alten Fußleisten demontieren, sollten Sie den Zustand der Wände und des Fußbodens prüfen. Ist die Wandfarbe an den Kanten abgeblättert oder haben sich Risse gebildet, die bis auf den Estrich reichen, dann ist ein Austausch nicht nur eine kosmetische Frage. Messen Sie in diesem Fall zuerst die Raumhöhe an mehreren Stellen, denn alte Gebäude weisen oft Unebenheiten auf. Notieren Sie die niedrigste Stelle, denn die neue Leiste muss später überall gleich hoch anliegen.

Bei der Auswahl der Paneele achten Sie auf die Dicke: Je dicker, desto besser die Absorption im tieferen Frequenzbereich. Für normale Wohnräume sind 20 bis 30 Millimeter ausreichend. Achten Sie auf das Material – Schaumstoff oder Holzwolle sind gängig. Wichtig ist, dass die Rückseite offenporig ist, damit Schall eindringen kann. Paneele mit glatter Folie oder Laminat wirken kaum. Verlegen Sie die Paneele nicht in einer geraden Linie, sondern versetzt wie bei einem Mauerwerk. Das vermeidet sichtbare Stöße und verbessert die Akustik gleichmäßig.

Alternativ zur Klebemethode können Sie die Leisten mit Nägeln oder Schrauben befestigen, wenn die Wand aus massivem Mauerwerk besteht. Verwenden Sie dann Dübel, die für die Wandbeschaffenheit geeignet sind, und setzen Sie die Nägel im oberen Drittel der Leiste. Bohren Sie die Löcher für die Dübel immer senkrecht zur Wand, nicht schräg, sonst reißt die Leiste leicht ein. Nach dem Eintreiben der Nägel verspachteln Sie die Kopfstellen mit einem Holzspachtel, der zum Farbton der Leiste passt. Ein häufiger Fehler ist es, die Nägel zu tief zu versenken und dabei die Oberfläche zu beschädigen – setzen Sie den Nagel nur so tief, dass er bündig mit der Oberfläche abschließt.

Worauf kommt es bei der Anbringung an? Die Montage erfordert eine saubere, trockene und tragfähige Wand. Raufaser oder Putz müssen nicht speziell vorbereitet werden, aber lose Stellen sollten vorher entfernt werden. Die meisten Moosbilder werden an Schienen oder mit speziellen Klebesystemen befestigt. Bei schweren Modulen empfiehlt sich eine Unterkonstruktion aus Holzlatten, die mit Dübeln an der Wand fixiert wird. Ein typischer Fehler ist die Montage an einer Außenwand mit Wärmebrücken: Kondenswasser kann das Moos auf Dauer schädigen. Auch die Nähe zu Heizkörpern ist ungünstig, da trockene Heizungsluft das konservierte Moos spröde machen kann. Vor dem Anbringen sollte man die Wand 24 Stunden lang beobachten, ob Feuchtigkeit oder Schattenbildung auftritt.

Zur Pflege genügt bei konserviertem Moos das gelegentliche Abstauben mit einem weichen Pinsel oder einem Staubsauger mit Bürstenaufsatz. Auf Wasser oder Reinigungsmittel muss man komplett verzichten, da diese die Konservierung auswaschen. Bei lebendem Moos ist die Sache aufwendiger: Es braucht eine relative Luftfeuchtigkeit von mindestens 60 Prozent und eine regelmäßige Kontrolle auf Schimmel oder Austrocknung. Ein häufiger Fehler ist das Überwässern – lebendes Moos verrottet schnell, wenn es in nassem Zustand bleibt. Wer sich für ein Moosbild entscheidet, sollte auch die Umgebungsfeuchte im Raum prüfen, etwa mit einem Hygrometer.

So planen Sie den Innenraum: Schubladen, Fächer oder Kleiderstange? Die Innenaufteilung hängt stark von der Schrägenhöhe ab. In Bereichen, wo die Höhe unter etwa 80 Zentimetern liegt, sind flache Schubladen oder offene Regalfächer ideal, da Sie hier keine Kleiderstange montieren können. Ab einer Höhe von etwa 170 Zentimetern können Sie eine Kleiderstange für Hemden oder Jacken einplanen. Für den Bereich direkt unter der Schräge bieten sich ausziehbare Körbe oder schmale Einschübe an, die Sie bequem erreichen, wenn Sie davorstehen. Ein häufiger Fehler ist, zu viele tiefe Fächer zu planen, in denen Dinge verschwinden – besser sind viele kleine, klar definierte Bereiche.