Hosen kürzen mit Originalsaum: Der Fehler, der die Kante ruiniert

Z Mazovia

Beim Kürzen einer Hose mit Originalsaum geht es darum, den vorhandenen Saum zu erhalten und die Hose oberhalb des Saums zu kürzen. Der häufigste Fehler: den Saum einfach abschneiden und neu nähen. Das Ergebnis sieht selbstgemacht aus. Wer die Kante wie gekauft haben will, muss den Originalumschlag wieder ansetzen. Dafür braucht man etwas Geduld und eine Nähmaschine, aber keine teure Ausstattung.

Lege Außenstoff rechts auf rechts, steppe die Seiten und den Boden mit 1 cm Nahtzugabe. Bügle die Nähte auseinander. Für die Ecken: Falte den Boden auf die Seitennaht, sodass die Naht genau auf der Kante liegt. Miss von der Spitze 4 cm ab und zeichne eine Linie. Nähe entlang dieser Linie, schneide die Zugabe auf 0,7 cm zurück. Wiederhole das an beiden Bodenecken. Der gleiche Schritt erfolgt beim Innenstoff. Ein häufiger Fehler: die Ecken zu klein abnähen. Dann steht der Korb nicht, sondern kippt. Bei 4 cm Abnähung erhältst du einen stabilen Boden.

Beim Annähen das Band mit der offenen Kante an die Stoffkante legen und knapp neben der Bügelfalte steppen. Auf der Rückseite muss die zweite Bügelfalte exakt über der Naht liegen. Ein häufiger Fehler ist, das Band zu straff zu ziehen. Dadurch kräuselt sich die Kante, obwohl der Stoff flach aufliegt. Besser mit gleichmäßigem Druck nähen und das Band leicht führen, ohne es zu dehnen.

So übertragen Sie die Linie sauber auf den Sto

Streifen verbinden und zum Band formen Reicht ein Streifen nicht aus, werden mehrere Teile verbunden. Die Enden rechts auf rechts im rechten Winkel übereinanderlegen und diagonal nähen. Anschließend die Nahtzugabe auf etwa drei Millimeter kürzen, die Ecken nicht abschneiden. Wird gerade genäht statt diagonal, entsteht eine dicke Stelle, die sich beim Aufnähen als Beule abzeichnet. Nach dem Zusammennähen die Nahtzugaben auseinanderbügeln, nicht auf eine Seite klappen.

Wer die Einfassung an einer Rundung testet, erkennt schnell, ob der Streifen wirklich im 45-Grad-Winkel geschnitten wurde. Ein falsch geschnittener Streifen lässt sich nicht mehr korrigieren. Deshalb vor dem Zuschnitt die Richtung prüfen: Der Fadenlauf muss schräg durch den Streifen verlaufen. Nur dann legt sich das Band faltenfrei um Kurven und behält seine Form nach dem Waschen.

So wird die Kante unsichtbar angeset

Für einen vorbereiteten Stoffstreifen wird der Stoff zunächst auf eine handliche Länge zugeschnitten. Ein Lineal oder ein Geodreieck an der Webkante anlegen und den Winkel von 45 Grad exakt einhalten. Ein Streifen, der nur ungefähr schräg geschnitten ist, rollt sich später unterschiedlich stark und wirft Falten. Die Breite richtet sich nach der fertigen Bandbreite: Für eine Einfassung von einem Zentimeter werden etwa vier Zentimeter Streifenbreite benötigt, weil der Stoff später zweimal umgeklappt wird. Zuschneiden mit Rollschneider und Schneidematte liefert gleichmäßigere Kanten als eine Schere.

Der verbundene Streifen wird nun zum Band geformt. Dafür an beiden Längskanten zur linken Stoffseite hin umbügeln, jeweils etwa einen Zentimeter. Anschließend den Streifen in der Mitte falten und die umgebügelten Kanten aufeinandertreffen lassen. Wer ein Bügeleisen mit Dampf verwendet, sollte den Stoff vorher testen: Empfindliche Materialien verlieren die Form, wenn zu heiß gebügelt wird. Ein selbst hergestelltes Schrägband ist nach dem Bügeln formstabil und kann wie gekauftes Band verarbeitet werden.

Nicht immer ist der Vorstich nötig. Bei einfachen Nähten, die später nicht sichtbar sind, und bei unempfindlichen, griffigen Stoffen reicht oft das Stecken. Wer jedoch saubere Kanten, exakte Muster und gleichmäßige Abstände will, sollte das Heften von Hand nicht als Umweg sehen. Es kostet einige Minuten, verhindert aber, dass eine Naht komplett neu gemacht werden muss. Genau das ist der Punkt, an dem sich der Vorstich vor der Maschinennaht bezahlt macht.

Schrägband lässt sich aus einem vorbereiteten Stoffstreifen herstellen, ohne dass ein fertiges Band gekauft werden muss. Der entscheidende Unterschied liegt im Zuschnitt: Ein Streifen im geraden Fadenlauf ergibt eine feste Einfassung, ein im 45-Grad-Winkel geschnittener Streifen wird elastisch und legt sich sauber um Rundungen. Wer Kanten an Ausschnitten, Armausschnitten oder Säumen versäubern will, braucht den Schrägschnitt. Für gerade Nähte genügt ein gerader Streifen, der weniger dehnbar ist und weniger Material verbraucht.