Griffe wechseln ohne neue Löcher: So gelingt der Kommoden-Umbau

Z Mazovia

Der wichtigste Schritt ist die Wahl des richtigen Farbtons. Entscheiden Sie sich für Perlmutt-Töne mit einem hohen Weißanteil – etwa Champagner, Perlgrau oder Rosé-Sand. Diese wirken auf großen Flächen dezent und lassen den Raum atmen. Vorsicht bei kräftigen Schimmertönen mit starkem Metalliceffekt: Sie können bei ungünstigem Licht Flecken bilden und die Aufmerksamkeit auf die Wand lenken, statt sie in den Hintergrund treten zu lassen. Testen Sie die Farbe daher immer zuerst auf einer etwa 50 mal 50 Zentimeter großen Fläche und beobachten Sie sie bei Tages- und Kunstlicht. Ein typischer Fehler ist, den Schimmer nur an einer Wand zu platzieren – dadurch wirkt der Raum unruhig. Setzen Sie Perlmutt besser auf allen sichtbaren Wandflächen ein, oder begrenzen Sie ihn auf Nischen und Laibungen.

Die erste Alternative sind Fensterfolien mit Verdunkelungsfunktion. Sie werden direkt auf das Glas geklebt und blockieren fast das gesamte Licht. Achten Sie beim Anbringen darauf, dass die Scheibe absolut fettfrei ist – sonst hält die Folie nicht. Reinigen Sie das Glas gründlich mit Spiritus und trocknen Sie es mit einem fusselfreien Tuch ab. Anschließend sprühen Sie die Folie mit etwas Wasser ein, damit Sie sie beim Anbringen verschieben können. Mit einer Rakel oder einem weichen Tuch drücken Sie Luftblasen nach außen. Ein typischer Fehler ist es, die Folie zu groß zuzuschneiden; besser ist es, sie exakt auf Fenstergröße zu bringen. Nach dem Trocknen ist die Folie fast unsichtbar, aber Sie müssen bedenken: Sie lässt sich kaum rückstandsfrei entfernen, wenn Sie sie wieder abziehen. Prüfen Sie daher vorher, ob das für Ihre Fenster ok ist.

Ein Problem tritt auf, wenn die neuen Griffe eine andere Bauform haben: Manche Stangengriffe haben einen runden oder eckigen Querschnitt und benötigen mehr Platz in der Höhe. Messen Sie daher auch den Abstand von der Lochmitte bis zur Oberkante der Schublade oder Tür. Ist der neue Griff zu hoch, kann er beim Öffnen an der Kante anstoßen. In diesem Fall hilft es, flachere Modelle zu wählen oder die Griffe um einige Zentimeter zu versetzen – aber dann sind neue Löcher unvermeidlich. Alternativ können Sie auf Griffe mit seitlicher Befestigung ausweichen, die nur ein zentrales Loch benötigen.

Ein häufiger Fehler ist, die abwischbare Farbe direkt auf alte Tapete zu streichen. Das hält oft nur kurz, weil die Tapete Feuchtigkeit aufnimmt und sich wellt. Besser ist es, die Tapete zu entfernen oder eine glatte Raufaser zu wählen, die mit einer Sperrgrundierung behandelt wird. Auch die Wahl des Materials für die Malutensilien ist entscheidend: Normale Wachsmalstifte lassen sich zwar oft abwischen, aber nicht immer rückstandsfrei. Spezielle abwischbare Stifte für glatte Flächen sind die zuverlässigere Wahl – sie trocknen an und lassen sich mit einem feuchten Tuch entfernen. Testen Sie die Stifte vorher an einer unauffälligen Stelle.

Eine zweite Möglichkeit sind Plissees, die speziell für dunkle Räume entwickelt wurden. Diese Stofffaltungen werden ohne Bohren in den Fensterrahmen geklemmt oder geklebt. Der Vorteil: Sie lassen sich von oben und unten öffnen und schließen – so können Sie morgens Licht von oben hereinlassen, während Sie unten noch Sichtschutz haben. Achten Sie beim Kauf auf die genaue Breite Ihres Fensters; ein Plissee, das ein paar Zentimeter zu groß ist, lässt sich zwar oft noch klemmen, aber es entstehen unschöne Lücken an den Seiten. Messen Sie daher an mehreren Stellen und nehmen Sie das kleinere Maß. Ein häufiger Fehler ist, das Plissee zu hoch zu montieren; ideal ist es, wenn die Kante bündig mit dem Fensterflügel abschließt, damit kein Licht seitlich durchfällt.

Akzente gezielt setzen, statt alles einzufärben Nicht nur Wände können Perlmutt-Akzente tragen. Decken mit leicht schimmernden Tönen reflektieren das Licht nach unten und lassen den Raum höher wirken – das ist besonders bei niedrigen Räumen ein effektiver Trick. Auch Möbelfronten oder Regalrückwände lassen sich mit Perlmutt-Lasur behandeln. Wichtig ist, dass der Schimmer immer nur eine begrenzte Fläche einnimmt, sonst kippt der Effekt ins Kitschige. Eine Faustregel lautet: maximal ein Drittel der sichtbaren Flächen im Raum sollte schimmern. Die restlichen Flächen sollten in einem ruhigen, matten Ton gehalten sein – idealerweise in einem hellen Beige oder gebrochenen Weiß, das den Perlmutt-Ton aufgreift.

Ein typischer Fehler ist, den Schrank zu groß zu wählen und dafür wertvolle Bewegungsfläche zu verlieren. Gerade in kleinen Räumen wirkt ein Schrank, der bis zur Decke reicht, optisch leichter, wenn er in hellen Farben gehalten ist und grifflose Fronten hat. Nutzen Sie die Höhe: Oben lagern Sie saisonale Dinge wie Decken oder Koffer, die selten gebraucht werden. Ein Innenschrank-System mit verstellbaren Böden und einer Kleiderstange ermöglicht es, den Platz flexibel an die jeweiligen Gäste anzupassen. Schubladen unter der Stange schaffen Platz für Wäsche und Accessoires, ohne dass ein zusätzliches Möbelstück nötig ist.