Fliese auf Fliese verlegen: wann der Untergrund hält und wann nicht

Z Mazovia

So setzt man die Randfuge richtig

Fliese auf Fliese funktioniert, wenn der alte Belag fest sitzt, eben ist und keine Feuchtigkeit durchlässt. Prüfe diese Punkte gründlich, bereite den Untergrund sorgfältig vor und verwende den richtigen Kleber. Dann hält der neue Boden viele Jahre. Wer unsicher ist, sollte den alten Belag entfernen – das ist zwar mehr Arbeit, aber die sicherere Lösung.

Die Wahl des Dübels hängt also nicht von der Schraube ab, sondern von der Wand. Bei Vollmaterial reicht oft ein einfacher Spreizdübel in passender Größe. Bei Hohlraum braucht man einen Dübel, der hinter der Platte greift. Wer unsicher ist, prüft die Wand mit einem dünnen Bohrer: Kommt beim Bohren heller Staub und geht der Bohrer leicht durch, ist es Hohlraum. Kommt fester Staub und der Bohrer braucht Druck, ist es Vollmaterial.

Feuchtigkeit ist der häufigste Grund für misslungene Verlegungen. In Bädern und Küchen kann Feuchtigkeit durch die alten Fliesen in den neuen Belag ziehen. Lege eine Plastikfolie auf die Fliesen, klebe die Ränder ab und warte 24 Stunden. Bildet sich Kondenswasser, ist der Untergrund zu feucht. Dann hilft nur eine Sperrschicht oder das Abschlagen der alten Fliesen. Auch der Kleber spielt eine Rolle: Verwende einen flexiblen Fliesenkleber, der für den Untergrund und die Fliesengröße geeignet ist.

Knarrende Dielen sind ein Geräusch, das fast jeder kennt: ein Knacken, Quietschen oder Knarzen, das bei jedem Schritt auftritt. Die naheliegende Vermutung ist, dass die Dielen selbst schuld sind – zu trocken, zu alt, zu locker. Tatsächlich liegt die Ursache aber fast immer unter der Oberfläche. Wer nur oben nachbessert, bekämpft das Symptom, nicht das Problem.

Typische Fehler: Es wird zu viel Kraft aufgewendet und die Diele bricht. Oder es werden Schrauben ohne Vorbohren in altes, sprödes Holz gedreht. Auch das großflächige Einsprühen mit Gleitmitteln hilft nur kurzfristig und kann den Unterboden verkleben. Wer die Ursache nicht findet, sollte einen Fachmann hinzuziehen, bevor weitere Schäden entstehen. Denn eines ist sicher: Knarren kommt fast nie von der Oberseite – es kommt von unten.

Wenn die Bänder ausgeschlagen sind und die Tür dadurch absackt, hilft ein Austausch der Bandunterlage oder ein leichtes Unterlegen mit einer dünnen Scheibe. Dafür muss die Tür jedoch ausgehängt werden. Achte darauf, dass du die Tür beim Aushängen nicht verkantest und dass du sie zu zweit trägst. Ein häufiger Fehler ist, die Schrauben der Bänder mit Gewalt anzuziehen. Das Gewinde im Holz leiert aus und der Halt geht verloren. Drehe Schrauben immer gefühlvoll ein und verwende bei ausgedrehten Löchern einen Holzspan oder ein Stück Zahnstocher als Füllung.

Einen neuen Bodenbelag direkt auf die alten Fliesen zu kleben spart Zeit, Staub und Entsorgungskosten. Ob das funktioniert, hängt nicht vom Alter des Belags ab, sondern von drei Dingen: der Haftung der alten Fliesen, der Ebenheit des Untergrunds und der Feuchtigkeit. Wer diese Punkte vorher prüft, kann sich das Abschlagen sparen. Wer sie ignoriert, riskiert hohle Stellen und abplatzende Kanten.

Ebenheit und Feuchtigkeit entscheiden über den Erfolg Alte Fliesen sind selten eben. Unebenheiten von mehr als zwei Millimetern pro Meter führen später zu hohlen Stellen oder gebrochenen Kanten. Prüfe mit einer langen Wasserwaage oder einem Richtscheit. Kleine Unebenheiten lassen sich mit Ausgleichsmasse nivellieren, größere mit einer Spachtelschicht. Wichtig: Die Ausgleichsmasse muss für den Untergrund geeignet sein und vollständig trocknen, bevor der neue Kleber aufgetragen wird.

Praktisch geht man so vor: Zuerst wird geprüft, ob die Diele überhaupt Spiel hat. Dazu drückt man sie an mehreren Stellen nach unten. Bewegt sie sich, liegt das Problem oft an der Befestigung. Ist von unten zugänglich – etwa im Keller oder bei einem offenen Unterbau –, kann man die Schrauben oder Nägel nachziehen. Achtung: Zu festes Anziehen kann die Diele spalten. Besser ist es, eine Unterlegscheibe zu verwenden oder mit einem Holzdübel zu arbeiten. Wer keinen Zugang von unten hat, kann von oben mit speziellen Reparaturschrauben arbeiten, die durch die Diele in den Unterboden gehen. Diese müssen jedoch senkrecht und mit passendem Abstand gesetzt werden.

Bevor irgendetwas repariert wird, sollte die Geräuschquelle genau lokalisiert werden. Dazu geht man barfuß oder in Socken über die Fläche und lässt eine zweite Person zuhören. Oft ist das Knarren nicht dort, wo es zu hören ist, sondern ein bis zwei Dielen weiter. Auch hilft es, den Bereich mit Kreide zu markieren, in dem das Geräusch entsteht. Wer gleich die erste verdächtige Diele verschraubt, trifft häufig die falsche Stelle.

Vor dem Grundieren muss der Untergrund sauber und tragfähig sein. Alte Tapetenreste, lose Farbe und Staub werden entfernt. Risse und Löcher werden mit geeignetem Spachtel geschlossen und nach dem Trocknen verschliffen. Die Grundierung wird gleichmäßig mit Rolle oder Bürste aufgetragen, nicht getropft und nicht in mehreren nassen Schichten übereinander. Ein einziger, satter Anstrich reicht. Danach muss die Grundierung vollständig durchtrocknen – je nach Produkt und Raumklima dauert das mehrere Stunden bis einen Tag. Wird zu früh tapeziert, löst die Restfeuchtigkeit den Kleister von innen auf.