Duschvorhang oder Duschwand? Was schützt besser vor Spritzwasser?

Z Mazovia

Straßenlärm dringt nicht nur durch das Fenster, sondern auch durch Ritzen, Fugen und die Fensterlaibung. Bevor Sie an ein neues Fenster denken, prüfen Sie die Dichtungen: Sind sie porös, verhärtet oder lösen sich ab, hilft oft schon der Austausch der Gummidichtungen. Das ist eine einfache Bastelei, die Sie ohne Handwerker schaffen. Achten Sie darauf, dass die Dichtung sauber in der Nut sitzt und nicht gequetscht wird. Ein typischer Fehler ist, die Dichtung zu stark zu dehnen – dann zieht sie sich nach kurzer Zeit zusammen und lässt wieder Luft durch.

In einer Mietwohnung gelten besondere Regeln. Sie dürfen die Bausubstanz nicht verändern, also keine Löcher in die Wand bohren, die nicht mehr verspachtelbar sind. Nutzen Sie stattdessen Klebelösungen oder Standfüße, die Sie nach dem Auszug spurlos entfernen. Achten Sie darauf, dass die Verkleidung nicht die Bedienelemente des Thermostats verdeckt. Falls Sie einen elektronischen Thermostat verwenden, muss die Abdeckung eine Öffnung von mindestens zehn Zentimetern Durchmesser aufweisen, damit die Raumtemperatur korrekt gemessen wird. Fragen Sie im Zweifel den Vermieter, ob eine Verkleidung überhaupt erwünscht ist – manche Hausverwaltungen verbieten fest installierte Konstruktionen.

In Mietwohnungen ist der Spielraum für bauliche Veränderungen begrenzt, doch gerade bei der Wärmedämmung lassen sich mit einfachen Mitteln spürbare Verbesserungen erzielen. Der wichtigste Grundsatz lautet: Die Dämmung muss immer zur vorhandenen Bausubstanz passen, sonst droht Schimmel. Bevor Sie Maßnahmen ergreifen, sollten Sie die Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse in den Räumen über einige Tage beobachten. Notieren Sie, an welchen Stellen sich morgens Kondenswasser bildet und wie sich die Luftfeuchtigkeit nach dem Kochen oder Duschen entwickelt. Diese Beobachtungen bilden die Grundlage für gezielte Verbesserungen.

Materialwahl und Montage – so bleibt die Wärme im Raum Verwenden Sie ausschließlich Materialien, die Hitze vertragen und keine giftigen Dämpfe abgeben. Geeignet sind Multiplexplatten, Siebdruckplatten oder fein verarbeitetes MDF mit einer Oberflächentemperatur von maximal 80 Grad Celsius. Lackieren Sie die Platten mit einem hitzebeständigen Lack auf Wasserbasis. Schrauben Sie alle Verbindungen, damit Sie die Verkleidung jederzeit abnehmen können. Das ist wichtig, denn Sie müssen den Heizkörper regelmäßig entlüften und reinigen. Eine fest verleimte Konstruktion erschwert die Wartung unnötig.

Ein häufiger Fehler ist es, bei der Dämmung alle Fugen und Ritzen komplett abzudichten, ohne für eine ausreichende Lüftung zu sorgen. In Wohnungen mit undichten Fenstern war die natürliche Luftzirkulation oft der einzige Feuchtigkeitsabtransport. Wenn Sie also Dichtungen erneuern und die Fenster danach fast luftdicht sind, müssen Sie zwangsläufig häufiger lüften – idealerweise drei- bis viermal täglich für fünf bis zehn Minuten mit weit geöffnetem Fenster. Vermeiden Sie es, Möbel direkt vor Außenwänden zu platzieren, denn dahinter kann keine Luft zirkulieren, und die Wand kühlt zusätzlich aus. Lassen Sie mindestens zehn Zentimeter Abstand, dann bleibt die Wandoberfläche trocken.

Für Holzoberflächen gilt: Vor dem Einlagern eine dünne Schicht Pflegeöl auftragen, besonders bei Teak- oder Eukalyptusholz. Das Öl dringt in die Poren ein und schützt vor Austrocknung und Rissen. Übertreiben Sie es jedoch nicht – zu viel Öl hinterlässt einen klebrigen Film, der Staub anzieht. Bei lackierten oder pulverbeschichteten Metallgestellen reicht eine gründliche Reinigung, um Salzreste oder Vogelkot zu entfernen, die sonst die Schutzschicht angreifen.

Beginnen Sie mit der Planung. Messen Sie die Höhe, Breite und Tiefe des Heizkörpers sowie den Abstand zur Wand. Lassen Sie rund um den Heizkörper mindestens zehn Zentimeter Luft, damit die Konvektion nicht gestört wird. Verzichten Sie auf eine geschlossene Frontplatte. Besser sind Lamellen, die waagerecht oder leicht nach oben gerichtet liegen. So steigt die warme Luft ungehindert nach oben und verteilt sich im Raum. Achten Sie auch darauf, dass die Abdeckung nicht den Boden berührt – eine Unterkante von fünf bis zehn Zentimetern Höhe ermöglicht den Lufteintritt von unten.

Montieren Sie den Klapptisch selbst, indem Sie die mitgelieferte Halterung oder die Scharniere zunächst nur an der Wand festschrauben. Danach legen Sie die Platte ein und prüfen, ob sie waagerecht ausgerichtet ist. Nutzen Sie eine Wasserwaage und justieren Sie die Schrauben gegebenenfalls nach. Ziehen Sie alle Verbindungen fest, aber vermeiden Sie übermäßiges Anziehen, da die Gipskartonplatte sonst einreißt. Ein typischer Fehler ist, die Schrauben zu tief zu versenken – die Platte verliert dadurch ihre Stabilität.

Wärmebrücken erkennen und mit einfachen Mitteln entschärfen Wärmebrücken sind Stellen, an denen die Dämmung unterbrochen ist – etwa an Rollladenkästen, Heizkörpernischen oder der Deckenanschlüssen. In Mietwohnungen sind sie oft der Grund für kalte Oberflächen und Schimmel. Praktisch angehen können Sie das, indem Sie die betroffenen Nischen mit einer dünnen, aber dichten Schicht aus Kork oder weichem Filz auskleiden. Achten Sie darauf, dass die Dämmung nicht direkt hinter der Heizung sitzt, sonst wird die Wärme nicht in den Raum abgegeben, sondern von der Dämmung geschluckt. Eine bessere Lösung ist, einen Reflektor aus Aluminiumfolie auf einem Karton hinter dem Heizkörper anzubringen – das lenkt die Wärme in den Raum und reduziert den Wärmeverlust an der Außenwand.