Der Fehler Beim Wandfarben-Kauf, Der Alles Ruiniert
Alle weiteren Bahnen werden stumpf aneinandergefügt, also Kante auf Kante ohne Überlappung. Drücken Sie die Naht mit einem Nahtroller vorsichtig an, aber nicht zu fest – sonst entstehen glänzende Druckstellen, die später beim Streichen sichtbar bleiben. Ein häufiger Fehler ist, die Bahnen zu stark zu überlappen oder eine Lücke zu lassen. Beides führt zu unschönen Schatten. Wenn Sie eine Bahn korrigieren müssen, ziehen Sie sie vorsichtig ab und kleben Sie neu an – solange der Kleister noch feucht ist, geht das problemlos. Nach dem Tapezieren sollte der Raum mindestens zwölf Stunden bei geschlossenen Fenstern trocknen, ohne Zugluft oder Heizungsluft.
Der eigentliche Verlegevorgang beginnt in der hintersten Ecke des Raumes, parallel zur längsten Wand. Aber Achtung: Messen Sie zuerst die Wandbreite und teilen Sie sie durch die Paneelbreite. Die letzte Reihe muss selten mit einem schmalen Streifen gefüllt werden. Ist dieser Streifen schmaler als fünf Zentimeter, versetzen Sie die erste Reihe etwas – schneiden Sie also die Paneele der ersten Reihe passend. Sonst brechen Sie beim Zuschnitt der letzten Reihe die dünne Kante ab, und das Ergebnis wirkt unprofessionell. Ein Trick: Die Stöße der Reihen sollten um etwa ein Drittel der Paneellänge versetzt sein – das gibt dem Boden mehr Stabilität und unterbricht das monotone Raster.
Die Reinigung ist einfacher, als Sie denken, wenn Sie die Matte nicht zu schonen versuchen. Saugen Sie sie wöchentlich ab, um Sand und Staub zu entfernen. Bei feuchten Partien reicht ein feuchtes Tuch mit mildem Reinigungsmittel – ohne aggressive Chemie, sonst wird der Rücken spröde. Einmal im Monat können Sie die Matte im Freien ausklopfen, aber niemals in den Trockner legen. Ein typischer Fehler: Die Matte wird mit einem Hochdruckreiniger behandelt. Das zerstört die Fasern und löst den Rücken ab. Wenn Sie eine Matte mit Gummiunterlage besitzen, vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, weil UV-Strahlung das Gummi brüchig macht.
Bevor Sie kaufen, messen Sie die Türbreite genau. Eine Matte sollte etwa die Breite der Türöffnung haben, aber nicht breiter sein, sonst bleibt sie an der Tür hängen. Die Tiefe richtet sich danach, wie viel Platz vor Ihrer Tür liegt. In einem Mehrfamilienhaus mit engem Flur reichen meist sechzig bis achtzig Zentimeter. Im Einfamilienhaus mit Windfang darf es ein größeres Modell sein, das auch zwei Schritt breit abdeckt. Der häufigste Fehler: Die Matte liegt zu nah an der Tür, sodass die Tür beim Öffnen über die Kante schleift und die Matte verrutscht. Lassen Sie mindestens fünf Zentimeter Abstand zwischen Tür und Mattenkante.
Ein weiterer Aspekt ist die Leitungsdimension. Selbst wenn der Zähler und die Sicherungen genügend Leistung erlauben, kann die Zuleitung zu einem bestimmten Zimmer zu dünn sein. Eine Leitung mit 1,5 Quadratmillimeter Querschnitt verträgt nur etwa 3,5 Kilowatt Dauerlast. Ein Elektroherd mit Backofen zieht aber leicht 7 bis 11 Kilowatt. Die Lösung: Eine eigene Zuleitung mit 2,5 Quadratmillimeter oder stärker vom Sicherungskasten zum Herdanschluss. Das ist oft günstiger und schneller als ein kompletter neuer Hausanschluss.
Das Zuschneiden der Bahnen erfolgt am besten mit einem scharfen Cuttermesser und einer langen Wasserwaage oder einem Zollstock. Messen Sie die Wandhöhe und schneiden Sie jede Bahn mit etwa fünf bis zehn Zentimeter Überstand an beiden Enden zu. Bei Mustern – auch bei Raufaser gibt es dezent gemusterte Varianten – müssen Sie auf den Rapport achten. Legen Sie die Bahnen leicht versetzt aufeinander, sodass das Muster an der Kante übereinstimmt. Schneiden Sie die Bahnen erst kurz vor dem Anbringen zu, damit sie nicht einreißen oder sich verformen.
Beim Anbringen der ersten Bahn ist die Senkrechte entscheidend. Nutzen Sie eine Wasserwaage oder ein Lot, um an der Wand eine senkrechte Linie zu ziehen – etwa einen halben Meter von der Ecke entfernt. Ein typischer Fehler ist, sich an der Ecke zu orientieren, die selten exakt senkrecht ist. Die erste Bahn wird an dieser Markierung ausgerichtet und mit einer Tapezierbürste von der Mitte zu den Rändern hin glatt gestrichen. Drücken Sie Luftblasen konsequent nach außen. An der Decke und am Boden klappen Sie den Überstand später mit einem Spachtel in die Ecke und schneiden ihn mit einem Cuttermesser ab. Wechseln Sie die Klinge regelmäßig, um saubere Schnitte zu gewährleisten.
Die kritische Reihenfolge: Trocknungszeiten diktuieren den Tagesablauf Ein typischer Fehler ist es, mit dem Streichen zu beginnen, bevor die Spachtel- und Grundierungsarbeiten vollständig ausgehärtet sind. Planen Sie daher den zweiten Tag für das Spachteln von Wänden und Decken ein, und zwar so, dass die letzte Schicht spätestens am späten Nachmittag aufgetragen ist. Dann kann die Trocknung über Nacht erfolgen. Am dritten Tag folgt das Schleifen – aber achten Sie darauf, dass Sie dabei eine Staubschutzmaske tragen und alle Möbel und Böden, die nicht renoviert werden, sorgfältig abdecken. Wenn Sie Schleifstaub nicht sofort entfernen, setzt er sich in die frische Farbe und erzeugt eine raue Oberfläche.