Alte Bohrlöcher verschließen oder offen lassen: Was beim Auszug wirklich zählt
Zum Abdichten verwenden Sie am besten dauerelastische Dichtstoffe wie Acryl oder Silikon – Acryl lässt sich überstreichen, Silikon bleibt flexibel. Für größere Öffnungen eignen sich Montageschaum oder selbstklebende Dichtbänder aus Schaumstoff oder Gummi. Wichtig: Arbeiten Sie immer in mehreren Schichten, niemals nur eine dünne Wulst auftragen. Bei Außenkästen schützt eine zusätzliche Wetterschutzschicht aus Putz oder einer wasserfesten Folie das Material vor Feuchtigkeit – sonst dringt später Regenwasser ein und die Dämmung verliert ihre Wirkung.
Ein abgesackter Türstock ist mehr als nur ein kosmetisches Problem. Wenn die Tür nicht mehr schließt, der Rahmen schief im Mauerwerk hängt oder sich oben ein Spalt bildet, liegt das oft an einer ungleichmäßigen Lastverteilung oder an feuchtem Holz. Bevor Sie mit dem Ausrichten beginnen, prüfen Sie zunächst, ob der Rahmen überhaupt noch tragfähig ist. Stechen Sie mit einem Schraubendreher vorsichtig in das Holz – wenn es weich oder bröselig ist, hilft kein Ausrichten, sondern nur ein Austausch. Bei massiven Türen aus Hartholz können Sie die folgenden Schritte jedoch bedenkenlos umsetzen.
Ein typischer Fehler ist es, den Flur mit zu vielen Möbeln auszustatten. Eine Sitzbank, ein Garderobenständer und ein Schuhschrank auf drei Metern Länge – das überfordert den Raum. Entscheiden Sie sich für eine klare Priorität: Wenn Sie täglich Gäste empfangen, ist der Schuhschrank wichtiger als die Konsole. Wenn Sie oft mit dem Fahrrad unterwegs sind, brauchen Sie mehr Haken statt einer Ablage. Überlegen Sie, welche Funktionen wirklich regelmäßig genutzt werden, und lassen Sie alles andere weg.
Eine Konsole ist optional, aber nützlich für Schlüssel oder Post. Wählen Sie ein Modell, das nicht tiefer als 20 Zentimeter ist. Montieren Sie die Konsole an der Wand, statt sie auf Beine zu stellen – das wirkt luftiger und erleichtert das Fegen. Platzieren Sie sie neben der Tür, nicht direkt im Durchgang. Wenn der Flur sehr schmal ist, verzichten Sie auf eine Ablagefläche und nutzen stattdessen ein schmales Wandregal über den Haken. So bleibt der Boden frei und der Raum wirkt größer.
Ein häufig gemachter Fehler ist das Verschließen von Löchern, die gar nicht verschlossen werden müssen. Dadurch entstehen unnötige Arbeiten und oft auch Farbunterschiede, die der Mieter selbst zu verantworten hat. Andere wiederum lassen sichtbare Bohrlöcher zurück, obwohl der Vermieter auf deren Beseitigung besteht. Prüfen Sie daher vor Beginn der Arbeiten, welche Regelungen im Mietvertrag oder in der Hausordnung stehen. In vielen Fällen ist eine Klausel enthalten, die das Verschließen von Bohrlöchern vorschreibt. Auch das Übergabeprotokoll vom Einzug hilft: Sind dort die Bohrlöcher aufgeführt, müssen Sie sie beseitigen. Fehlt eine solche Auflistung, gilt die gesetzliche Regelung, wonach normale Abnutzung und nicht der Beseitigungspflicht unterliegen.
Vorbereitung ist die halbe Miete: Reinigen, Schleifen, Grundieren Zuerst wird der Heizkörper gründlich von Staub, Fett und Schmutz befreit. Verwenden Sie einen feuchten Lappen mit etwas Spülmittel, anschließend mit klarem Wasser nachwischen. Hartnäckige Rückstände lassen sich mit einem Spezialreiniger entfernen. Nach dem Trocknen folgt das Anschleifen der gesamten Fläche mit feinem Schleifpapier (Körnung 180 bis 220). Das erzeugt eine raue Struktur, auf der die neue Farbe besser haftet. Bei Roststellen schleifen Sie bis auf das blanke Metall und behandeln diese Stellen mit einem Rostschutzgrund. Tragen Sie anschließend eine dünne Schicht Grundierung auf, die speziell für Heizkörper geeignet ist. Lassen Sie alles gründlich trocknen – mindestens über Nacht.
Die Montage selbst ist keine Hexerei, aber sie will sauber ausgeführt werden. Entfetten Sie die Klebestellen gründlich, denn Reste von Gleitwachs oder Politur verhindern eine dauerhafte Haftung. Setzen Sie den Kontakt so, dass der Magnet beim Schließen exakt gegenüberliegt – ein Abstand von 5 bis 10 Millimetern ist ideal. Achten Sie darauf, dass der Kontakt nicht im Schließbereich der Dichtung liegt, sonst wird er beim Zuziehen zerdrückt. Schrauben Sie magnetische Kontakte fest, wenn die Fensterbänder stark vibrieren, etwa an der Straßenseite. Kleben reicht nur bei ruhigen, wenig genutzten Fenstern.
Beim Auszug aus einer Mietwohnung stellt sich oft die Frage, welche Bohrlöcher Sie verschließen müssen. Grundsätzlich gilt: Normale Dübellöcher für Bilder, Regale oder Lampen gelten als vertragsgemäßer Gebrauch und müssen nicht beseitigt werden. Anders sieht es aus, wenn Sie schwere Möbel oder Küchenhängeschränke mit größeren Dübeln befestigt haben oder wenn die Wand durch unsachgemäfte Bohrungen beschädigt wurde. Entscheidend ist der Zustand der Wand bei Übergabe: Ist sie in einem ordnungsgemäßen Zustand, sind kleine Löcher in der Regel kein Grund für eine Beanstandung. Doch der Teufel liegt im Detail – und genau dort lohnt sich ein genauer Blick auf den Mietvertrag und die Übergabeprotokolle.