5 Zugvögel, die den Spreewald im Frühling wiederbeleben

Z Mazovia

Schließlich kehren auch verschiedene Schwalbenarten zurück, darunter die Rauchschwalbe, die in Ställen und Scheunen nistet. Sie sind ein Zeichen für einen milden Spätfrühling. Wenn Sie bemerken, dass Schwalben noch im April keine Nester bauen, kann das an einem verspäteten Kälteeinbruch liegen. In diesem Fall sollten Sie nicht voreilig Hilfe leisten, sondern abwarten, ob die Vögel von selbst aktiv werden. Nur wenn ein Nest offensichtlich beschädigt ist und die Vögel ungewöhnlich lange herumirren, ist eine Kontrolle durch eine Vogelstation sinnvoll.

Die Mückensaison im Spreewald beginnt meist Ende Mai und erreicht ihren Höhepunkt in den warmen, feuchten Juni- und Juliwochen. Entscheidend ist nicht der Kalender, sondern das Wetter: Nach starken Regenfällen oder bei anhaltend hoher Luftfeuchtigkeit schlüpfen binnen weniger Tage große Mengen. Wer eine Kanutour plant, sollte die Wettervorhersage prüfen und windige Tage bevorzugen – bei leichtem Wind halten sich die Insekten am Ufer und im Schilf.

Wer im Spreewald angeln möchte, steht schnell vor einer scheinbar undurchsichtigen Bürokratie. Dabei ist der erste Schritt immer derselbe: Ohne gültigen Fischereischein geht gar nichts. Doch genau hier lauert der häufigste Fehler. Viele Urlauber kaufen einen bundesweit gültigen Schein und glauben, damit sei alles erledigt. Im Spreewald gilt jedoch das Landesfischereigesetz von Brandenburg – und das verlangt zusätzlich eine Erlaubnis des jeweiligen Gewässereigentümers. Diese Erlaubnis wird oft als Tageskarte oder Wochenkarte ausgegeben und muss klar sichtbar am Gewässer mitgeführt werden. Wer nur den Fischereischein in der Tasche hat, angelt offiziell illegal.

Ein verbreiteter Mythos besagt, dass bestimmte Blutgruppen bevorzugt gestochen werden. Die Forschung zeigt zwar geringe Präferenzen, doch der individuelle Körpergeruch und die ausgeatmete Kohlensäure spielen eine größere Rolle. Auch die Annahme, Mücken würden nur bei hohen Temperaturen stechen, ist falsch – sie sind bis in den September hinein aktiv, solange die Nächte mild bleiben. Nach einem Stich hilft Kühlen besser als Kratzen, um Schwellung und Juckreiz zu begrenzen.

Die richtige Ausrüstung entscheidet über Komfort und Sicherheit. Auch wenn die Sonne an Land schon wärmt, ist die Wassertemperatur im Frühling noch niedrig. Ein Sturz ins Wasser kann zu Unterkühlung führen, selbst wenn es nicht besonders kalt erscheint. Eine Schwimmweste ist nicht nur für Kinder ein Muss, sondern für alle Personen. Am besten trägst du eine, die eng anliegt und keine Bewegungsfreiheit nimmt. Zusätzlich gehören eine wasserdichte Jacke, eine Mütze und eventuell ein Trockenanzug auf die Liste, wenn du früh in der Saison unterwegs bist. Ein weiteres typisches Versäumnis ist der fehlende Sonnenschutz – die Frühlingssonne reflektiert stark auf der Wasseroberfläche und führt schnell zu Sonnenbrand, besonders im Gesicht und am Nacken.

Ein typischer Fehler ist das Vertrauen auf Armbänder oder Ultraschallgeräte. Deren Wirkung ist wissenschaftlich nicht belegt. Auch Hausmittel wie Knoblauch oder Vitamin B zeigen keinen nachweisbaren Effekt. Wer sich ausschließlich darauf verlässt, wird die Begegnung mit den Spreewaldmücken unangenehm in Erinnerung behalten. Sinnvoller ist es, exponierte Zeiten zu meiden: In der Dämmerung und in den ersten Nachtstunden sind die Tiere am aktivsten.

Die körperliche Belastung ist im Winter höher, da der Körper Energie zur Wärmeregulation benötigt. Planen Sie daher kürzere Etappen und legen Sie bewusst Pausen an Land ein – aber nur an Stellen, die sicher erreichbar sind. Achten Sie auf Anzeichen von Unterkühlung wie starkes Zittern, Koordinationsschwierigkeiten oder Verwirrtheit. Wenn Sie diese bei sich oder Ihrem Begleiter bemerken, brechen Sie die Tour sofort ab und suchen Sie Wärme. Denken Sie auch an die Wiederaufwärmung nach der Tour: Eine Thermoskanne mit warmer Suppe und eine Decke im Auto sind Gold wert, aber sie ersetzen keine schnelle Heimfahrt. Planen Sie immer eine warme Umgebung als Ziel ein, nicht nur den Parkplatz.

Schonzeiten und Mindestmaße: Diese Regeln schützen die Bestände Selbst mit korrektem Schein ist das Angeln im Spreewald an strenge zeitliche Vorgaben gebunden. Für die wichtigsten Fischarten gelten feste Schonzeiten, in denen sie nicht beangelt werden dürfen. So sind beispielsweise Hechte zwischen März und April geschützt, während Zander eine Schonzeit von April bis Mai haben. Auch die Mindestmaße sind nicht zu unterschätzen: Ein Hecht muss mindestens 50 Zentimeter lang sein, um mitgenommen werden zu dürfen, ein Zander bringt es auf 40 Zentimeter. Diese Maße werden vor Ort genau kontrolliert – und zwar nicht nur von der Wasserschutzpolizei, sondern auch von aufmerksamen Fischern, die Verstöße schnell melden. Ein typischer Anfängerfehler ist es, Fische zu entnehmen, die noch nicht die vorgeschriebene Größe erreicht haben. Dabei wäre es so einfach: Ein Maßband am Haken oder ein Blick auf die offizielle Tabelle vom Anglerverband verhindert böse Überraschungen.