5 Schritte zum ebenen Untergrund für neuen Bodenbelag

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Für die erste Reihe werden die Dielen an der Feder-Seite abgesägt, damit die Nut zur Wand zeigt. Die zugeschnittene Kante liegt an der Wand, die Klickseite zeigt in den Raum. So lässt sich die nächste Reihe sauber einrasten, ohne dass die Wand im Weg ist. Die Dielen werden mit Abstandshaltern zur Wand fixiert und mit einem Schlagklotz oder Zugeisen verbunden. Ein direkter Hammerschlag auf die Kante zerstört das Profil.

Wer die Grundierung korrekt ausführt, merkt den Unterschied sofort beim Tapezieren: Der Kleister lässt sich gleichmäßig verteilen, die Bahnen haften ohne Blasen, und die Nähte bleiben geschlossen. Ein letzter Hinweis: Bei Schimmelbefall oder starken Unebenheiten reicht Grundierung nicht aus. Dann muss zuerst der Untergrund saniert oder gespachtelt werden. Grundierung ist kein Ersatz für Reparaturen, sondern die Vorbereitung für ein sauberes Ergebnis.

Ein häufiger Fehler ist, nur die offensichtlichen Dellen zu füllen. Eine schiefe Wand wird nicht gerade, indem einzelne Löcher zugespachtelt werden. Die gesamte Fläche muss in einem Zug betrachtet werden. Dazu wird die Schnur an mehreren Stellen gespannt und der Abstand zur Wand gemessen. So entsteht ein klares Bild davon, wo Material fehlt und wo zu viel aufgetragen wurde. Wer nur nach Gefühl arbeitet, verschlimmert die Schieflage oft, weil sich die Unebenheiten verschieben.

Wenn die Bänder ausgeschlagen sind und die Tür dadurch absackt, hilft ein Austausch der Bandunterlage oder ein leichtes Unterlegen mit einer dünnen Scheibe. Dafür muss die Tür jedoch ausgehängt werden. Achte darauf, dass du die Tür beim Aushängen nicht verkantest und dass du sie zu zweit trägst. Ein häufiger Fehler ist, die Schrauben der Bänder mit Gewalt anzuziehen. Das Gewinde im Holz leiert aus und der Halt geht verloren. Drehe Schrauben immer gefühlvoll ein und verwende bei ausgedrehten Löchern einen Holzspan oder ein Stück Zahnstocher als Füllung.

Wann eine Grundierung wirklich notwendig ist – und wann nicht Eine Grundierung ist notwendig bei stark saugenden Untergründen wie Kalkputz, Gipskarton ohne Grundierung, alten Leimfarben oder nach dem Entfernen alter Tapeten. Auch bei unterschiedlich saugenden Flächen, etwa geflickten Stellen neben alter Farbe, verhindert sie ein ungleichmäßiges Trocknen. Nicht nötig ist sie auf bereits gestrichenen, matten Dispersionsfarben mit intakter Oberfläche, sofern diese nicht kreiden. Auf glänzenden Lack- oder Ölfarben hilft keine normale Grundierung, hier muss angeschliffen und mit einer Haftbrücke gearbeitet werden.

Viele tapezieren direkt auf den alten Untergrund und wundern sich, warum die Bahnen Blasen werfen, sich lösen oder die Nähte aufgehen. Die Ursache liegt selten am Kleister, sondern fast immer am Untergrund. Eine Grundierung ist keine Pflicht bei jedem Projekt, aber es gibt klare Situationen, in denen sie über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Wer vorher prüft, spart sich später das Abreißen und Neuverarbeiten.

Auftragen lässt sich die Grundierung mit Rolle oder Bürste. Gleichmäßig, satt, aber ohne Pfützen. Bei stark saugenden Wänden kann ein zweiter Auftrag nötig sein, wenn der erste sofort verschwindet. Zwischen den Aufträgen die angegebene Trockenzeit abwarten, meist mehrere Stunden. Zu früh tapeziert bedeutet, dass Restfeuchtigkeit den Kleister verdünnt und die Bahnen verrutschen. Typische Fehler sind: zu dünner Auftrag, Auslassen von Ecken und Kanten, oder das Tapezieren auf noch feuchter Grundierung.

Ein neuer Bodenbelag kann nur so gut aussehen wie der Untergrund, auf dem er liegt. Unebenheiten von mehr als zwei Millimetern pro laufendem Meter machen sich später als Federn, Knacken oder sichtbare Wellen bemerkbar. Wer vor dem Verlegen nicht ausgleicht, riskiert Fugenrisse, gelockerte Kanten und im schlimmsten Fall einen Belag, der nach wenigen Monaten wieder heraus muss. Die Vorbereitung entscheidet also über die Haltbarkeit – nicht der Belag selbst.

Zuerst wird der alte Untergrund gründlich geprüft. Ein Richtscheit oder eine lange Wasserwaage zeigt, wo es hakt. Kreide oder ein Stift markieren die hohen und tiefen Stellen. Lose Partikel, alte Kleberreste und Staub müssen restlos entfernt werden, denn jede Ausgleichsmasse braucht einen tragfähigen, saugfähigen Untergrund. Bei Beton prüft man die Restfeuchte; Estriche müssen je nach Art und Dicke mehrere Wochen trocknen. Wer diese Wartezeit ignoriert, versiegelt Feuchtigkeit unter dem neuen Belag und bekommt später Schimmel oder abgelöste Stellen.

Nach dem Verlegen sollte die Fläche mindestens einen Tag ruhen, bevor sie betreten oder verfugt wird. Ein Abklopfen mit dem Handballen zeigt Hohlstellen, die sofort nachgearbeitet werden müssen. Wer geduldig vorbereitet und den Untergrund ernst nimmt, bekommt eine Fläche, die auch nach Jahren noch fest und rissfrei liegt.

Nach dem Aushärten folgt die Kontrolle mit dem Richtscheit. Kleine Unebenheiten lassen sich mit Spachtelmasse nachbessern. Erst wenn die Fläche trocken, sauber und eben ist, wird der neue Bodenbelag verlegt. Ein häufiger Fehler ist, den Belag auf eine noch feuchte Ausgleichsschicht zu legen – das führt zu Schimmel und Hohlstellen. Ebenso problematisch: das Mischen von Ausgleichsmasse mit zu kaltem Wasser oder das Verarbeiten bei Frost. Wer die Herstellerangaben zu Temperatur, Mischungsverhältnis und Trocknungszeit einhält, spart sich teure Nacharbeit und hat lange Freude am neuen Boden.