5 Gründe, warum Hecken unten breiter geschnitten werden
Verblühte Rosen auszupfen oder abschneiden ist keine Formsache, sondern ein Eingriff in den Hormonhaushalt der Pflanze. Wer die Schere falsch ansetzt, entfernt nicht nur die welken Blütenblätter, sondern auch schlafende Augen, aus denen der nächste Austrieb kommt. Das Ergebnis: eine Rose, die wochenlang pausiert, während daneben ein Exemplar mit korrektem Schnitt bereits die zweite Blüte vorbereitet. Entscheidend ist deshalb nicht, ob geschnitten wird, sondern wo genau die Klinge sitzt.
Die Schnittstärke – also der Durchmesser des Holzes – verrät, wie viele Augen der Stock verträgt. Ein bleistiftdicker Trieb trägt problemlos fünf bis acht Augen. Sehr dünnes Holz unter fünf Millimeter sollte man nicht als Fruchtrute nehmen, hier bleibt besser ein kürzerer Zapfen mit zwei Augen. Umgekehrt gilt: Sehr fettes Holz treibt oft vegetativ und bringt wenig Trauben. In dem Fall reduziert man die Augenzahl und lässt den Stock über den Sommer kräftiger werden.
Angesetzt wird etwa fünf bis acht Millimeter über dem gewählten Auge. Zu knapp geschnitten trocknet die Knospe ein, zu weit oben bleibt ein Stummel, der zurückstirbt und als Eintrittspforte für Krankheiten dient. If you have any questions relating to the place and how to use flughafentransfer-Goeppingen.gmbh, you can get hold of us at our web-page. Die Klinge wird schräg geführt, mit der höchsten Stelle auf der Seite des Auges und der tiefsten gegenüber. Dieser Winkel lässt Regenwasser seitlich ablaufen, statt es direkt auf die Knospe zu leiten. Sauberes Werkzeug ist Pflicht: eine scharfe Bypass-Schere, kein Quetschen, keine ausgefransten Wundränder.
Ein Heckenschnitt in Trapezform ist keine Frage des Geschmacks, sondern eine Frage des Lichts. Wird eine Hecke oben genauso breit oder breiter als unten geschnitten, fällt auf die unteren Triebe kaum noch direktes Sonnenlicht. Die Folge: unten verkahlt die Hecke, oben wächst sie weiter, und nach einigen Jahren steht eine grüne Wand mit brauner Basis. Wer unten breiter als oben schneidet, hält die unteren Partien im Licht und damit vital.
Ein weiterer Punkt betrifft den Standort. Himbeeren brauchen einen sonnigen, luftigen Platz mit durchlässigem Boden. Staunässe führt zu Wurzelfäule, die sich gerade bei dicht stehenden Ruten schnell ausbreitet. Nach dem Schnitt sollte der Boden mit reifem Kompost bedeckt werden, aber nicht direkt am Rutenansatz. Ein leichter Rückschnitt kranker oder abgeknickter Triebe ist ganzjährig möglich, ersetzt aber nicht den Hauptschnitt. Wer die Sorten kennt und den Schnitt konsequent danach ausrichtet, erntet bei einmal tragenden Sorten einmal viel und bei zweimal tragenden Sorten zweimal — Raumteiler ohne Sichtschutz Verluste durch falsch gesetzte Schnitte.
Kontrolle nach dem Schnitt: Vom Stamm aus nach oben schauen. Der Leittrieb muss frei stehen, ohne Bedrängung durch benachbarte Triebe. Die Gerüststämme sollten sich nicht überkreuzen und in verschiedene Himmelsrichtungen zeigen. Bleibt in der Mitte ein deutlicher Lichtraum, ist der Aufbau gelungen. Wer diese Ordnung einmal hergestellt hat, erkennt bei jedem weiteren Schnitt sofort, welcher Trieb welche Aufgabe hat. Der Baum gibt die Struktur vor, der Schnitt bestätigt sie nur.
Einmal tragende Sorten werden direkt nach der Ernte geschnitten, also im Juli oder spätestens Anfang August. Zu diesem Zeitpunkt werden alle Ruten, die in diesem Jahr getragen haben, bodennah entfernt. Sie sind dunkel, verholzt und tragen im nächsten Jahr keine Früchte mehr. Übrig bleiben nur die jungen, hellgrünen Ruten, die in diesem Jahr neu gewachsen sind. Pro Pflanze sollten fünf bis acht kräftige Jungruten stehen bleiben. Ein typischer Fehler ist der Schnitt im Frühjahr: Wer im März zur Schere greift, schneidet die Knospen ab, aus denen im Sommer die Früchte kommen würden.
Die Gerüststämme sind die Triebe, die später das Gewicht der Äpfel, Birnen oder Kirschen tragen. Sie sollten in einem flachen Winkel von etwa 45 bis 60 Grad vom Stamm abgehen. Ein steiler Winkel bedeutet Wachstum nach oben, ein zu flacher Winkel bedeutet späteres Auseinanderbrechen unter Last. Beim Aufbau werden drei bis vier solcher Triebe ausgewählt, die möglichst gleichmäßig um den Stamm verteilt sind. Triebe, die direkt gegenüber in gleicher Höhe sitzen, bilden eine Gabel und werden reduziert. Triebe, die nach innen wachsen, kommen weg.
Der häufigste Fehler bei zweimal tragenden Sorten ist der Rückschnitt im Frühsommer. Wer zu diesem Zeitpunkt die jungen Triebe kürzt, entfernt genau die Ruten, die im Herbst blühen und tragen sollen. Ebenso problematisch: Alte Ruten über mehrere Jahre stehen lassen. Sie werden kahl, verholzen und liefern kaum noch Früchte, während sie gleichzeitig Licht und Nährstoffe wegnehmen. Wer zweimal tragende Sorten mehrere Jahre nur halbherzig schneidet, bekommt immer kleinere Beeren und mehr Triebe als Früchte.
Zweimal tragende Sorten: der Schnitt hängt vom Ziel ab Bei zweimal tragenden Sorten gibt es zwei Strategien. Wer beide Ernten will, schneidet im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr nur die abgetragenen Spitzen der Ruten zurück, etwa auf die Hälfte oder zwei Drittel. Die unteren Rutenabschnitte bleiben stehen, denn daran reifen im Sommer die zweiten Früchte. Wer dagegen eine einzige, dafür umso üppigere Herbsternte möchte, schneidet im Winter alle Ruten komplett bodennah ab. Die Pflanze treibt im Frühjahr neu aus und trägt ab August reichlich. Beide Wege funktionieren, aber nur einer pro Saison — ein Wechsel jedes Jahr verwirrt die Pflanze und kostet Ertrag.