Blattaustrieb beobachten oder Kalender fragen – was den Schnitt entscheidet
Zunächst wird der Strauch genau betrachtet. Man sucht die ältesten Triebe heraus. Erkennbar sind sie an der dunkelgrauen, rissigen Rinde und daran, dass sie kaum noch Seitentriebe mit Blütenansatz bilden. Von diesen alten Trieben werden etwa ein Drittel ausgewählt. Sie werden nicht irgendwo gekappt, sondern möglichst tief, dicht über dem Boden oder an einer jungen, kräftigen Seitenverzweigung abgeschnitten. Ein schräger Schnitt direkt über einem nach außen zeigenden Auge fördert den Austrieb in die gewünschte Richtung. Die Schnittstelle sollte sauber und glatt sein, deshalb ist eine scharfe Baumschere oder Säge wichtig. Ausgefranste Wunden heilen schlecht und bieten Pilzen und Krankheitserregern eine Eintrittspforte.
Der entscheidende Moment lässt sich an drei Merkmalen erkennen: Die Knospen schwellen an und färben sich hellgrün, die Triebspitzen werden weich und beginnen zu strecken, und an älteren Zweigen zeigen sich erste kleine Blattaugen. Erst wenn diese Zeichen sichtbar sind, ist der Saftdruck hoch genug, Beleuchtung Im Wohnzimmer damit die Pflanze den Schnitt schnell verkraftet. Schneidet man zu früh, trocknen die Schnittstellen aus und die Pflanze treibt schwach aus. Schneidet man zu spät, entfernt man bereits gebildete Blütenknospen.
Nach dem Schnitt braucht die Pflanze Zeit, nicht Pflegeprogramme. Ein leichter Austrieb zeigt nach zwei bis drei Wochen, ob der Eingriff geglückt ist. Bleiben die neuen Triebe blass und dünn, http://flughafentransfer-goeppingen.Gmbh/index.php?title=Rosenschnitt_nach_der_Forsythienblüte_–_wer_zu_früh_schneidet,_verliert_die_Blüten war der Schnitt zu früh oder zu tief. Wer den Moment an den Knospen abliest statt am Datum, schneidet Sommerblüher so, dass sie im Sommer tatsächlich blühen.
Ein häufiger Fehler ist der Schnitt an einem sonnigen Mittag, wenn die Pflanzen unter Stress stehen. Besser ist ein trockener, bedeckter Vormittag. Ein weiterer Fehler: direkt nach dem Schnitt stark düngen. Die Pflanze bildet dann weiches, anfälliges Gewebe, das bei späten Frösten erfriert. Wer im Frühjahr schneidet, sollte außerdem auf Nachtfröste achten. Ein Rückschnitt kurz vor einer Kältewelle öffnet die Pflanze für Frostschäden, weil die neuen Triebe noch nicht abgehärtet sind.
Angesetzt wird etwa fünf bis acht Millimeter über dem gewählten Auge. Zu knapp geschnitten trocknet die Knospe ein, zu weit oben bleibt ein Stummel, der zurückstirbt und als Eintrittspforte für Krankheiten dient. Die Klinge wird schräg geführt, weitere Informationen mit der höchsten Stelle auf der Seite des Auges und der tiefsten gegenüber. Dieser Winkel lässt Regenwasser seitlich ablaufen, statt es direkt auf die Knospe zu leiten. Sauberes Werkzeug ist Pflicht: eine scharfe Bypass-Schere, kein Quetschen, keine ausgefransten Wundränder.
Wichtig ist auch die Wundbehandlung. Große Schnittflächen lassen sich mit Baumwachs oder einer dünnen Schicht Wachs verschließen, kleine Wunden heilen von allein. Wundverschlussmittel sind kein Ersatz für sauberes Arbeiten: Desinfizierte Scheren und ein glatter Schnitt verhindern mehr Schaden als jedes Streichmittel. Beim Gießen und Düngen sollte man im Frühjahr zurückhaltend sein. Zu viel Wasser und Stickstoff erhöhen den Wurzeldruck und verlängern das Bluten. Wer in dieser Phase düngt, schiebt weiches, anfälliges Triebwachstum an.
Wann das Bluten harmlos ist und wann nicht Harmlos ist das Bluten, solange es klar bis leicht trüb austritt, nach einigen Tagen bis wenigen Wochen von selbst nachlässt und die Wunde trocken abheilt. Das ist der Normalfall bei einem kräftigen, gut versorgten Rebstock. In case you have just about any concerns about where along with tips on how to make use of die Quelle, you are able to e-mail us in our own web-site. Kritisch wird es, wenn der Saft dauerhaft stark läuft, faulig riecht oder die Rinde um die Wunde dunkel und weich wird. Dann sind Fäulniserreger eingedrungen. Ein weiteres Warnzeichen ist, wenn der Austrieb trotz Bluten stockt und die Knospen braun bleiben. In solchen Fällen ist nicht das Bluten die Ursache, sondern ein Schaden, der schon vorher im Holz saß.
Welche Sommerblüher jetzt geschnitten werden dürfen Nicht jeder Sommerblüher darf im Frühjahr geschnitten werden. Sorten, die am mehrjährigen Holz blühen, wie Forsythie oder Flieder, gehören nicht dazu. Bei ihnen würde der Frühjahrsschnitt die gesamte Blüte kosten. Anders sieht es bei Halbsträuchern aus: Lavendel, Salbei, Santolina oder Perovskia vertragen einen kräftigen Rückschnitt, sobald der Austrieb sichtbar ist. Auch Sommerflieder, Bartblume und Hibiskus treiben zuverlässig aus dem alten Holz neu aus, wenn man sie jetzt zurückschneidet.
Der Blattaustrieb ist kein Datum, sondern ein Zustand. Wer im Frühjahr scheiden will, muss die Knospen und jungen Blätter lesen, nicht den Kalender. Der richtige Moment liegt fast immer in einem engen Fenster von wenigen Tagen. Verpasst man es, blutet die Pflanze stark, der Austrieb verkümmert oder die Wunde verheilt schlecht. Deshalb lohnt es sich, vor dem ersten Schnitt zwei Wochen lang täglich einen kurzen Blick auf die Triebspitzen zu werfen.
Viele Fehler entstehen aus Zeitdruck oder Geldmangel. Typisch ist der Versuch, einen starken Ast mit einem Seil in die gewünschte Richtung zu ziehen, während jemand mit der Säge arbeitet. Das endet oft damit, dass der Ast unkontrolliert zurückschlägt oder die Säge klemmt. Ein anderer häufiger Fehler ist das Arbeiten ohne Sicherungsgeschirr in großer Höhe. Wer sich mit einer Hand festhält und mit der anderen sägt, hat keine Kontrolle mehr. Auch das Fällen ohne vorherige Rückweiche – ein Fluchtweg in einem Winkel von 45 Grad – ist eine unnötige Gefahr.