Matratzenstich, der fast immer zu früh geknotet wird

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Wersja z dnia 18:41, 12 wrz 2026 autorstwa MindyBoynton (dyskusja | edycje)
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Trickmarker: unsichtbar, aber nicht immer spurl

Für gleichmäßige Abstände hilft ein selbst gemachter Abstandshalter: ein Stück Klebeband auf dem Nähmaschinentisch markiert die nächste Faltlinie. So bleibt der Abstand konstant, ohne ständiges Nachmessen. Bei mehreren Biesen nebeneinander empfiehlt es sich, von der Mitte nach außen zu arbeiten, damit sich keine Verschiebungen aufsummieren. Nach dem Nähen werden die Biesen vorsichtig in Form gebügelt, am besten über einem Bügelbrett mit weicher Unterlage, damit die Naht nicht eingedrückt wird.

Ein häufiger Fehler ist ein zu geringer Nähfußdruck. Dann hebt der Stoff den Fuß an, die Zähne verlieren den Kontakt und der Stoff wird nicht mehr transportiert, sondern nur noch vom Nadelstich gehalten und verschoben. Stelle den Druck so ein, dass der Stoff fest, aber nicht plattgedrückt unter dem Fuß liegt. Bei empfindlichen Stoffen mit Filzunterlage arbeitest du mit weniger Druck, bei festen Geweben mit mehr. Teste die Einstellung mit einem Stoffrest, indem du langsam nähst und beobachtest, ob der Stoff gleichmäßig vorwärts läuft.

Typische Fehler: zu viel Hitze, die den Stoff glänzen lässt, oder eine zu dicke Vlieseline, die den Saum steif macht. Auch das Aufbügeln auf der rechten Stoffseite ist ein Fehler, weil die Klebeschicht dann sichtbar wird. Wer die Einlage zu großzügig zuschneidet, riskiert, dass sie beim Tragen an der Haut kratzt. Besser ist es, die Vlieseline knapp innerhalb der Saumkante zu platzieren.

Die Nadel wird nur durch die Falten der Nahtzugabe geführt, nicht durch den Stoff selbst. Ein Einstich in die sichtbare Stofflage hinterlässt ein Loch, das nach dem Wenden als kleiner Punkt erscheint. Besonders bei glatten, feinen Geweben ist dieser Fehler kaum zu korrigieren. Bei festen, dicken Stoffen hilft eine schmale, scharfe Nadel, bei dehnbaren Materialien eine mit abgerundeter Spitze, damit keine Fasern aufreißen.

Vorbereitung entscheidet mehr als die Nadel. Beide Kanten werden sauber gebügelt und exakt aufeinandergelegt, rechts auf rechts. Die Nahtzugaben müssen gleich breit sein, sonst verschiebt sich die Öffnung beim Zuziehen. Stecknadeln oder Klammern setzt man senkrecht zur Kante, damit der Faden nicht hängen bleibt. Ein zu langer Faden verknotet sich, ein zu kurzer reicht nicht um die ganze Öffnung. Als Faustregel gilt: etwa dreimal die Länge der zu schließenden Strecke.

Der Matratzenstich schließt zwei Kanten so, dass von außen nur eine feine Naht zu sehen ist. Er eignet sich für Kissen, Sitzpolster, Bezüge und alles, was nach dem Wenden keine offene Kante zeigen soll. Der Stich wird immer von der späteren Innenseite ausgeführt, also auf der Seite, die nach dem Wenden im Verborgenen liegt. Wer zuerst außen näht, hat schon verloren.

Typisch ist auch das Überspringen der Ecken. An einer Ecke wird die Nadel zweimal durch dieselbe Stelle geführt, bevor weitergezogen wird. Ohne diese Verstärkung reißt die Ecke beim Wenden auf. Ein weiterer häufiger Fehler: den Faden nach dem letzten Stich sofort abschneiden. Erst wenn die Öffnung geschlossen ist, wird der Faden mit einer Nadel nach innen gezogen und dort vernäht, nicht außen verknotet.

Zuerst wird der ausgefranste Bereich gesäubert. Lose Fäden nicht abschneiden, sondern vorsichtig mit einer Nadel oder Pinzette entfernen. Den Saum auf links drehen und die offene Kante glatt streichen. Ist der Stoff sehr locker gewebt, kann ein kurzer Zickzack-Stich mit feiner Nadel die Kante vor dem Aufbügeln sichern. Danach die Vlieseline passend zuschneiden: Sie sollte die ausgefranste Kante vollständig abdecken, aber nicht über die Saumkante hinausragen.

Der Oberfaden läuft von der Garnrolle über den Fadenhalter, durch die Fadenführung, zwischen die Spannungsscheiben und anschließend in den Fadenhebel. Diesen Hebel erkennst du an der Nut, die den Faden beim Stich nach unten zieht. Danach folgen die unteren Führungen und der Nadelhalter. Hake den Faden zuletzt von vorn durch das Nadelöhr. Ziehe etwa zehn Zentimeter Faden nach hinten durch, damit der Anfang nicht wieder herausspringt.

Wer den Oberfaden nur grob durch die Führungen zieht, produziert Kräuselstiche, Fadenschlaufen oder abgerissene Nadeln. Die Maschine verzeiht hier nichts: Jede Öse, jede Scheibe und jede Klemme muss in der vorgegebenen Reihenfolge durchlaufen werden. Beginne mit der Nadel oben und der Spule in der Spulenkapsel. Drehe das Handrad zu dir, bis der Nadelhalter die höchste Position erreicht hat. Erst dann liegt die Fadenführung frei, und die Spannungsscheiben sind geöffnet.

Nach dem Schließen wird die Naht vorsichtig flach gebügelt, ohne Druck auf die Kante. Erst dann wendet man das Werkstück. Sitzt die Naht nicht perfekt, lässt sie sich mit einer Nadel Stich für Stich lösen und neu spannen. Übung an einem Reststück mit der gleichen Stoffart spart später viel Ärger als das Nachbessern am fertigen Teil.

Nach dem Stabilisieren kann der Saum wie gewohnt umgenäht werden. Ein schmaler Saum mit Zickzack-Stich oder ein Blindstich hält die Kante sauber. Wer den Saum nur sichern, aber nicht nähen möchte, kann die Vlieseline als Abschluss belassen. Das funktioniert bei dickeren Stoffen besser als bei hauchdünnen. Bei letzteren empfiehlt sich zusätzlich ein schmaler Streifen Nahtband, das die Kante flach hält.