Mehr Stauraum im Gästezimmer: kompakte Schränke und clevere Lösungen
So nutzen Sie tote Ecken und ungenutzte Flächen richtig Neben dem Schrank selbst gibt es weitere Flächen, die oft brachliegen. Der Raum unter dem Bett ist eine der wertvollsten Stellen – nutzen Sie flache Aufbewahrungsboxen mit Rollen, die Sie unter dem Bettgestell verschieben können. Achten Sie darauf, dass die Boxen nicht zu schwer werden, sonst ist das Herausziehen mühsam und die Böden können abbrechen. Eine weitere Möglichkeit sind Wandregale über dem Schrank oder neben dem Fenster. Dort können Sie Gästehandtücher, Kerzen oder Bücher dekorativ unterbringen, ohne dass sie im Weg stehen. Wenn der Schrank bis an die Decke geht, setzen Sie oben auf Taschen oder Koffer, die Sie selten nutzen – aber nur, wenn Sie eine Tritthilfe haben, um sie sicher zu erreichen.
So behandeln Sie abnehmbare Bezüge und empfindliche Stoffe Viele Bezüge sind abnehmbar und können in der Maschine gewaschen werden. Prüfen Sie immer das Pflegeetikett: Ist die Temperatur zu hoch, kann der Stoff einlaufen oder sich verziehen. Waschen Sie bei niedriger Temperatur und verwenden Sie ein mildes Waschmittel. Ein zusätzlicher Spülgang mit etwas Essig oder Zitronensäure im Weichspülerfach hilft, Gerüche zu lösen und die Fasern zu erfrischen. Vermeiden Sie jedoch Essig bei empfindlichen Farben oder bei Materialien wie Wolle und Seide – hier greift die Säure das Gewebe an. Für solche Stoffe reicht oft das Auslüften an der frischen Luft, aber nicht in praller Sonne, da UV-Strahlung das Material ausbleichen kann.
Drei typische Fehler, die Räume unnötig dunkel machen Zum einen werden Gardinen und Vorhänge oft zu dicht gewählt. Schwere, blickdichte Stoffe blockieren auch dann Licht, wenn sie tagsüber zurückgezogen sind, weil sie an den Rändern viel Schatten werfen. Ersetzen Sie sie durch leichte, halbtransparente Stoffe oder montieren Sie eine zusätzliche Schiene, sodass Sie den Vorhang weit über das Fenster hinausziehen können – das lässt das Glas größer wirken. Zum anderen unterschätzen viele die Wirkung von Fußböden: Ein dunkler Teppich oder ein dunkler Holzboden schluckt einen erheblichen Teil des Lichts. Helle Teppiche oder ein Laminat in Eichen- oder Ahornoptik lassen den Raum sofort freundlicher erscheinen, ohne dass Sie das gesamte Mobiliar ändern müssen.
Bei hartnäckigen Gerüchen hilft Natron (Backpulver) als natürlicher Geruchsneutralisierer. Streuen Sie eine dünne Schicht auf die betroffenen Stellen und lassen Sie das Pulver mindestens zwei Stunden, besser über Nacht, einwirken. Das Natron bindet Feuchtigkeit und Geruchsmoleküle. Anschließend gründlich absaugen – achten Sie darauf, dass wirklich alles Pulver entfernt wird, sonst kann es beim Benutzen zu weißen Rückständen kommen. Für Decken, die nicht abnehmbar sind, funktioniert dieselbe Methode; legen Sie sie dazu flach auf eine saubere Unterlage.
Ein Gästezimmer hat eine doppelte Funktion: Es soll Gästen eine angenehme Nacht bieten, aber auch als Abstellraum für Dinge dienen, die im Alltag nicht ständig gebraucht werden. Kompakte Kleiderschränke sind dafür ideal, denn sie bieten Stauraum, ohne den Raum zu dominieren. Entscheidend ist, vor dem Kauf die tatsächlichen Maße des Zimmers zu nehmen – nicht nur die Grundfläche, sondern auch die Tiefe. Eine zu tiefe Schranktür kann den Bewegungsraum stark einschränken. Messen Sie die lichte Höhe, die Breite der Wand und den Abstand zu Tür- und Fensterrahmen, damit der Schrank später nicht mit der Tür kollidiert.
Abschließend lohnt sich ein Blick auf die Fenster selbst: Auch wenn sie sauber sind, können dickere Rahmen oder eine vorgelagerte Hecke das Licht reduzieren. Schneiden Sie Pflanzen vor dem Fenster regelmäßig zurück und halten Sie die Fensterbänke frei von hohen Deko-Gegenständen. In Mietwohnungen lässt sich oft der Vermieter überzeugen, wenn Sie eine helle Wandfarbe als Argument für eine Renovierung anführen. Denn letztlich gilt: Jedes Prozent mehr an reflektiertem Licht verändert die Stimmung im Raum – und das ganz ohne große Investitionen.
Ein weiterer praktischer Tipp: Füllen Sie Kissen und Decken nach dem Waschen nicht sofort in den Trockner, wenn der Hersteller es nicht ausdrücklich erlaubt. Hängen Sie sie stattdessen auf einen Wäscheständer und lassen Sie sie vollständig trocknen. Feuchtigkeit, die im Inneren zurückbleibt, führt schnell zu muffigem Geruch und kann sogar Schimmelbildung begünstigen. Bei dicken Kissen empfiehlt es sich, die Füllung vor dem Trocknen aufzulockern und während des Trocknens gelegentlich zu wenden, damit keine Klumpen entstehen.
Polster und Decken nehmen im Alltag schnell Gerüche auf – sei es durch Schweiß, Essen oder schlicht durch langes Liegen. Bevor Sie zu chemischen Reinigern greifen, lohnt sich ein Blick in die Hausapotheke. Die meisten Gerüche lassen sich mit einfachen Mitteln neutralisieren, ohne die Fasern zu belasten. Wichtig ist, die Ursache zu erkennen: Handelt es sich um oberflächliche Düfte oder haben sich Bakterien tief im Gewebe festgesetzt? Je nachdem fällt die Behandlung anders aus.