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Was passiert, wenn du Dübellöcher einfach überstreichst
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Spachtelmasse richtig wählen und auftragen Für kleine Löcher bis etwa daumengroß reicht fertige, streichfähige Spachtelmasse aus dem Eimer. Größere Vertiefungen füllt man in zwei Gängen: erst eine Portion hineindrücken, kurz antrocknen lassen, dann eine zweite Schicht bündig zur Wand abziehen. Wichtig ist, dass die Masse nicht überquillt. Ein Spachtel, breiter als das Loch, zieht die Oberfläche glatt und vermeidet einen Rand. Bei tiefen Löchern kann man vorher ein Stück zusammengedrücktes Zeitungspapier oder einen passenden Holzdübel als Füllkörper einsetzen, damit die Masse nicht nachsackt.<br><br>Bevölbte Böden lassen sich nur selten durch Trocknen retten. Ist der Belag bereits verformt, hilft meist nur das Entfernen, Trocknen des Estrichs und eine neue Verlegung. Wer die Restfeuchte vor dem Verlegen prüft, spart sich diese Arbeit. Die Messung kostet wenig Zeit, verhindert aber die typischen Schäden, die durch zu frühes Verlegen entstehen.<br><br>Nach dem Anbringen trocknet die Wand je nach Raumklima mehrere Stunden bis Tage. In dieser Zeit sollte nicht geheizt oder stark gelüftet werden, damit die Bahnen gleichmäßig trocknen und keine Spannungsrisse entstehen. Steckdosen und Schalter werden erst nach dem Trocknen wieder montiert. Wer die Wand vorher eingekleistert und die Bahn trocken gelassen hat, bekommt eine glatte, dauerhaft haftende Oberfläche.<br><br>Beim Streichen sollte die reparierte Stelle vorher grundiert werden, besonders wenn die Wand stark saugt oder der Farbton kräftig ist. Sonst zeichnet sich die Spachtelmasse als matter Fleck ab. Farbe nie nur punktuell auftragen, sondern die Fläche um das Loch herum großzügig mitrollen, damit keine Ränder entstehen. Trocknet die erste Schicht, folgt ein zweiter Anstrich. Typische Fehler sind zu dickes Spachteln in einem Gang, Schleifen bei feuchter Masse und das Streichen ohne Grundierung. Wer diese Punkte beachtet, sieht nach dem Trocknen nichts mehr von den alten Dübellöchern.<br><br>Vor der Messung muss der Estrich sauber und frei von Trennmitteln sein. Die Messstellen werden über die gesamte Fläche verteilt, nicht nur in der Mitte. Randbereiche, Ecken und Bereiche mit Fußbodenheizung trocknen langsamer. Bei Fußbodenheizung wird der Estrich vor der Messung langsam aufgeheizt und wieder abgekühlt, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Wird dieser Schritt ausgelassen, bleibt die Feuchtigkeit eingeschlossen.<br><br>Nach dem Trocknen folgt das Schleifen. Je nach Produkt dauert das je nach Schichtdicke unterschiedlich lange; erst wenn die Stelle hell und hart ist, wird geschliffen. Ein Schleifklotz mit mittlerer Körnung, etwa 120er, eignet sich für den ersten Gang. Man arbeitet mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen und kontrolliert zwischendurch mit der flachen Hand, ob noch eine Erhebung zu spüren ist. Anschließend fein nachschleifen und den Staub vollständig entfernen. Wer den Staub nicht abnimmt, streicht ihn später in die Farbe und erhält eine raue Stelle.<br><br>Wer allein arbeitet, unterschätzt den Auf- und Abbau. Jeden Abend Folie auslegen, Leiter holen, Werkzeug zusammensuchen – das kostet leicht eine halbe Stunde. Deshalb ist es sinnvoll, die Baustelle über mehrere Tage eingerichtet zu lassen. Möbel werden in die Raummitte gerückt und mit Folie abgedeckt, der Boden bleibt geschützt. So kann die eigentliche Arbeit sofort beginnen. Wer Familie hat, sollte feste Zeiten vereinbaren, etwa zwei Abende pro Woche. Unregelmäßige Einsätze führen dazu, dass die Renovierung Monate dauert und die Motivation sinkt.<br><br>Ein Dübelloch in der Wand bleibt sichtbar, auch wenn es klein ist. Farbe läuft in die Vertiefung, die Kante wirft einen Schatten, und bei Streiflicht sieht man jede Unebenheit. Wer die Löcher vor dem Streichen nicht verschließt, ärgert sich später über Krater, Risse und abblätternde Stellen. Dabei ist die Reparatur in wenigen Schritten erledigt, wenn man die richtige Reihenfolge einhält.<br><br>Nach dem Verfestigen und Trocknen folgt ein Probeanstrich an einer unauffälligen Stelle. Erst wenn dieser nach dem Aushärten nicht abkreidet und fest sitzt, wird die ganze Fläche gestrichen. Zwischen den Anstrichen ausreichend Zeit lassen, meist reicht ein Tag. Bei kühler und feuchter Witterung länger warten. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt eine Oberfläche, die nicht mehr pudert und auch nach Jahren noch hält.<br><br>So setzt man die Randfuge richtig <br><br>Zuerst wird das Loch vorbereitet. Sitzt noch ein Dübel darin, dreht man ihn mit einer passenden Schraube heraus oder zieht ihn mit einer Zange. Danach entfernt man Staub und lockere Putzreste mit einem Staubsauger oder einem trockenen Pinsel. Ein feuchter Lappen ist ungeeignet, weil er den Staub in die Poren drückt und die Spachtelmasse später nicht mehr haftet. Bei größeren Löchern, etwa von Wandankern, sollte man den Rand mit einem Spachtel leicht anschrägen, damit die Masse Halt findet.<br><br>Ein häufiger Fehler ist der Auftrag von Dispersionsfarbe direkt auf den sandenden Untergrund. Dispersionsfarbe bildet einen Film, der auf dem losen Sand nicht haftet. Nach kurzer Zeit platzt er ab oder kreidet erneut. Mineralische Farben auf Silikatbasis sind hier die bessere Wahl, weil sie sich mit dem verfestigten Untergrund verbinden. Auch sie brauchen aber einen tragfähigen Grund. Wer auf den Verfestiger verzichtet, spart an der falschen Stelle und streicht im nächsten Jahr wieder.
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