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Bevor Sie loslegen, prüfen Sie die Statik der Möbelstücke. Kapillarrohrmatten wiegen zwar wenig, aber die zusätzlichen Leitungen, das Befüllungsventil und die Isolierung erhöhen das Gewicht deutlich. Ein Regal aus Spanplatten hält das oft nicht aus – besser sind Massivholz oder Multiplex. Zudem müssen Sie die Matten in einer Ebene verlegen, die frei von scharfen Kanten ist. Jede Beschädigung der dünnen Kapillarrohre führt später zu einem Leck, das schwer zu finden ist. Verwenden Sie deshalb immer eine Unterlage aus Filz oder Kork, um Druckstellen zu vermeiden.<br><br>Vor der Inbetriebnahme spülen Sie das System gründlich mit klarem Wasser – das entfernt Fertigungsrückstände und verhindert Verstopfungen. Füllen Sie anschließend ein Gemisch aus Wasser und einem korrosionsschützenden Zusatz ein; dabei hilft eine Umwälzpumpe mit kleiner Fördermenge, die Sie langsam anlaufen lassen. Entlüften Sie jede Matte einzeln über ein Ventil am höchsten Punkt. Ein häufiger Fehler ist das zu schnelle Aufheizen: Bei mehr als 5 Kelvin Temperaturdifferenz pro Stunde dehnen sich die Möbelteile unterschiedlich aus, was zu Rissen im Holz oder Lötstellen führen kann. Fahren Sie die Vorlauftemperatur also schrittweise hoch.<br><br>Nach dem Einkleben lassen Sie den Kleber vollständig trocknen – das dauert je nach Produkt mehrere Stunden. Erst dann montieren Sie den Heizkörper wieder an seinen Platz. Wenn Sie die Wand danach verputzen möchten, verwenden Sie einen Armierungsmörtel, der die Dämmplatte vor mechanischen Beschädigungen schützt. Eine einfachere Lösung ist eine dünne Holzverkleidung oder eine Platte aus Gipskarton, die Sie über die Dämmung schrauben. Achten Sie darauf, dass die Heizungsrohre an den Durchführungen nicht abgeknickt werden und genügend Abstand zur Dämmung bleibt, um die Wärmeabgabe zu gewährleisten.<br><br>Bevor Sie auch nur eine Skizze anfertigen, messen Sie die Schräge exakt aus. Entscheidend sind drei Werte: die niedrigste Höhe an der Wand, die höchste Höhe im Raum und die Länge der Schräge selbst. Viele vergessen die Tiefe: Ein Schrank, der an der Wand beginnt, wird nach vorne hin höher – und wenn die Schräge steil abfällt, stößt die Schranktür oben an. Messen Sie deshalb nicht nur die Raumhöhe, sondern zeichnen Sie ein Schnittprofil der Schräge auf Papier. Nur so sehen Sie, wo ein Schrank überhaupt stehen kann, ohne dass Türen oder Schubladen blockieren.<br><br>Wer einen Spiegelschrank nachrüsten möchte, steht vor einer grundlegenden Entscheidung: Soll die Montage auf der Wand erfolgen, soll der Schrank bündig in die Wand integriert werden, oder genügt ein Modell ganz ohne Stromanschluss? Die Wahl hängt nicht nur vom optischen Geschmack ab, sondern auch von der Bausubstanz, dem vorhandenen Leitungsnetz und dem eigenen handwerklichen Geschick. Bevor Sie sich für eine Variante entscheiden, sollten Sie die Vor- und Nachteile genau abwägen – und vor allem prüfen, ob die Wand überhaupt für die gewünschte Montageart geeignet ist.<br><br>Ist die Bandseite eingestellt, wenden Sie sich dem Schließblech zu. Ein verstelltes Schließblech erkennt man an eingedrückten Stellen, an denen die Falle oder der Riegel kratzt. Nehmen Sie einen Kreuzschlitzschraubendreher und lösen Sie das Blech leicht – aber schrauben Sie es nicht komplett ab, sonst verrutscht es beim Wiedereinsetzen. Schieben Sie das Blech horizontal oder vertikal, bis die Falle sauber in die Öffnung gleitet. Achten Sie darauf, dass das Blech bündig mit der Zarge abschließt: Ein überstehendes Blech blockiert die Tür, ein zu tief versenktes Blech lässt die Falle nicht mehr greifen. Prüfen Sie nach dem Anziehen auch, ob die Schrauben noch greifen – in alten Zargen ist das Holz oft mürbe. Wenn die Schraube nicht mehr hält, verwenden Sie einen Holzspund oder einen Dübel, aber keine Klebereste oder Papier, die das Problem nur verschieben.<br><br>Als Dämmmaterial eignen sich feste Platten aus Mineralwolle oder Holzfaser, die Sie auf Maß zuschneiden. Wichtig: Die Platte muss exakt in die Nische passen, ohne große Spalten an den Rändern. Schneiden Sie lieber 1–2 Millimeter größer zu und drücken Sie die Platte dann leicht fest – so sitzt sie spaltfrei. Befestigen Sie die Platte mit speziellem Klebemörtel oder mit Dübel und Scheiben, je nach Wandbeschaffenheit. Bei Mietwohnungen lohnt sich vorher ein Gespräch mit dem Vermieter, denn manche Hausverwaltungen übernehmen sogar die Materialkosten oder stellen das Material zur Verfügung.<br><br>Deutlich aufwendiger, aber optisch eleganter ist die Unterputz-Variante. Hier wird der Schrank in eine vorbereitete Nische in der Wand eingesetzt, sodass die Front bündig mit der Wandfläche abschließt. Diese Montage erfordert das Stemmen der Wand – bei Fliesen ein heikler Eingriff. Wenn Sie keine Erfahrung mit Stemmarbeiten haben, sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen. Vor dem Stemmen müssen Sie sicherstellen, dass sich in der Wand keine elektrischen Leitungen oder Wasserrohre befinden. Ein Leitungssuchgerät ist hier unerlässlich. Planen Sie die Nische großzügig, denn der Schrank benötigt seitlich und oben Platz für die Befestigung und ggf. für die Zuleitung. Nach dem Einsetzen wird die Nische mit Gips oder Mörtel verfüllt und anschließend neu gefliest – hier liegt auch das größte Risiko: Wenn die Abdichtung nicht fachgerecht ist, dringt Feuchtigkeit ein und verursacht Schimmel.
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