Der Badschrank-Fehler, der Stauraum unnötig verschwendet

Z Mazovia

Die Montage selbst ist simpel, aber heikel. Die Blende wird entweder direkt an den Sockelfüßen der Schränke befestigt oder – wenn diese unregelmäßig stehen – an einer Querleiste aus Holz oder Metall. Diese Leiste wird waagerecht an den Füßen festgeschraubt, dann die Blende aufgesetzt. Achtung: Nie die Blende nur mit Klebeband oder Silikon fixieren. Das hält nicht dauerhaft und lässt sich beim Reinigen leicht verschieben. Schrauben oder Klemmhalter sind die sicherere Wahl. Bei der Montage immer darauf achten, dass die Blende waagerecht ausgerichtet ist – sonst fällt das sofort ins Auge.

So gehen Sie Schritt für Schritt vor: Der Ablauf ohne Überraschungen Stellen Sie zuerst die Heizung aus und warten Sie, bis die Heizkörper abgekühlt sind. Das ist wichtig, weil heißes Wasser beim Öffnen des Ventils herausspritzen oder zu Verbrühungen führen kann. Halten Sie das Tuch unter das Ventil, setzen Sie den Schlüssel an und drehen Sie langsam gegen den Uhrzeigersinn. Sie hören ein Zischen – das ist die entweichende Luft. Sobald ein gleichmäßiger Wasserstrahl austritt, ist der Heizkörper entlüftet. Drehen Sie das Ventil wieder zu. Arbeiten Sie systematisch jeden Heizkörper ab, beginnend im Erdgeschoss und endend im obersten Stockwerk, da sich Luft in der Anlage nach oben sammelt.

Eine kalte Stelle oben am Heizkörper, während der Rest warm wird, ist ein sicheres Zeichen für Luft im System. Diese Luft verhindert, dass das heiße Wasser den gesamten Heizkörper durchströmt. Die Folge: weniger Wärme, höherer Energieverbrauch und ein unnötig belasteter Heizkessel. Wer regelmäßig entlüftet, spart nicht nur Geld, sondern schützt auch die Heizungsanlage vor langfristigen Schäden wie Korrosion oder Geräuschen.

Schließlich sollten Sie die Beleuchtung einplanen. Eine indirekte LED-Beleuchtung unter dem Schrank wertet nicht nur das Bad auf, sondern erleichtert auch die Nutzung. Integrieren Sie sie in die Planung, noch bevor Sie den Schrank montieren – nachträgliches Verlegen von Kabeln ist meist aufwendig. Und denken Sie an die Lüftung: Ein paar Bohrungen an der Rückwand oder eine Sockellüftung verhindern Schimmelbildung, besonders wenn der Schrank direkt an einer Außenwand steht.

So sorgen Sie für die nötige Stabilität Die eigentliche Herausforderung ist die Kippgefahr. Wenn Sie die Platte nur auf das Fensterbrett legen, neigt sie sich nach vorne, sobald Sie sich mit den Unterarmen abstützen. Eine einfache Lösung: Montieren Sie an der Unterseite der Platte zwei kleine Winkel oder Klötze, die hinter die vordere Kante der Fensterbank greifen. So wird die Platte förmlich festgezogen. Alternativ können Sie zwei ausziehbare Stützfüße anbringen, die auf dem Boden stehen. Diese gibt es in vielen Baumärkten, und sie lassen sich ohne Bohren justieren. Wichtig ist, dass beide Stützen exakt gleich hoch eingestellt sind und die Platte waagerecht liegt.

Was beim Nachrüsten wirklich zählt: Material und Montage Für die Nachrüstung eignen sich vor allem Blenden aus Aluminium, PVC oder beschichtetem Holz. Aluminium ist robust, rostet nicht und ist leicht zu schneiden. PVC ist günstiger, aber weniger stabil. Holzwerkstoff mit Melaminharz sieht hochwertig aus, ist aber empfindlich gegen Feuchtigkeit. Entscheidend ist, dass die Blende zur Küchenfront passt – in Farbe und Oberfläche. Wer unsicher ist, wählt besser eine neutrale Variante in Anthrazit oder Weiß, die sich später problemlos austauschen lässt.

Der wichtigste Punkt ist die Auflagefläche. Eine einzelne Holzplatte, die nur auf dem Fensterbrett liegt, kippt schon bei geringer Belastung. Besser ist es, eine passgenaue Platte zu wählen, die mindestens zwei Drittel der Fensterbanktiefe ausnutzt und an der Fensterlaibung anliegt. Damit sie nicht verrutscht, hilft eine dünne Gummimatte oder ein Stück rutschfestes Material unter der Platte. Achten Sie darauf, dass die Platte nicht die komplette Fensterbank bedeckt, damit die Heizungsluft weiter zirkulieren kann und das Fenster sich noch öffnen lässt.

Wer die Blende nachrüsten will, sollte außerdem prüfen, ob die Sockelhöhe überhaupt ausreicht. Manche Küchen haben nur eine sehr niedrige Sockelleiste, da ist kein Platz für eine nachträgliche Blende. Abhilfe schaffen dann nur höhere Sockelfüße – das ist aber ein größerer Eingriff und sollte vom Fachmann gemacht werden. In den meisten Fällen lässt sich die Blende jedoch problemlos nachrüsten, wenn man die Maße genau nimmt und das passende Material wählt.

Für starke Nikotinschichten ist ein zweiter Anstrich mit Sperrgrund sinnvoll. Arbeiten Sie dabei nicht zu nass, sondern in gleichmäßigen, kräftigen Bahnen. Achten Sie auf gute Belüftung: Viele Sperrgründe enthalten Lösungsmittel, die Kopfschmerzen verursachen können. Tragen Sie Handschuhe und öffnen Sie die Fenster weit. Nach der Trocknung können Sie testen, ob die Flecken noch sichtbar sind, indem Sie die Wand mit einem feuchten Tuch abwischen – wenn sich gelbe Spuren zeigen, müssen Sie noch eine Schicht auftragen.